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PINSDORF. Die Gemeinde Pinsdorf bietet Mario Dederich, einem Beschäftigten der Lebenshilfe-Werkstätte Gmunden, die Chance auf den ersten Arbeitsmarkt zu wechseln. 

Mario Dederich (l.) und Bauhofleiter Otto Rohrhofer sind häufig im Team im Einsatz. (Foto: Lebenshilfe Oberösterreich)

„Wir sind zwar nur eine kleine Gemeinde, aber Platz für einen Menschen mit Beeinträchtigung haben wir allemal“, betont Bürgermeister Dieter Helms. Der 20-jährige Mario Dederich hat sich wie viele andere auf die freie Stelle am Bauhof beworben und nach vier Schnupperwochen stand fest: „Der wär was für uns.“ In Form eines einjährigen Praktikums im Rahmen der Integrativen Beschäftigung, das dann in ein fixes Dienstverhältnis übergehen soll, erhält Mario Dederich als einer der wenigen Menschen mit Beeinträchtigung einen Arbeitsplatz am ersten Arbeitsmarkt.

„Ich finde es gut, dass einem Menschen mit Beeinträchtigung eine Chance gegeben wird. Mario arbeitet sehr gewissenhaft, lernt schnell und steht anderen um nichts nach“, schlägt Bauhofleiter Otto Rohrhofer in dieselbe Kerbe und ergänzt: „es muss aber für beide Seiten passen.“ Aus der Sicht von Mario Dederich stehen die Ampeln ebenfalls auf Grün für eine langfristige Zusammenarbeit. „Die Arbeit daugt ma voi, mehr kann ich dazu nicht sagen“, bringt es Dederich auf den Punkt.

Ein Gewinn für alle Seiten

„Leider ist es keine Selbstverständlichkeit, dass jungen motivierten Menschen mit Beeinträchtigung eine Chance am ersten Arbeitsmarkt geboten wird. Die Gemeinde Pinsdorf ist hier wirklich hervorzuheben“, so Anja Wöhry, interimistische Leiterin der Werkstätte Gmunden. Pinsdorf ist dabei sogar „Wiederholungstäter“ – bereits Dederichs Vorgänger war ein Mensch mit Beeinträchtigung.

Dabei erfährt die Gemeinde keinen Nachteil, sondern erhält im Gegenteil einen gewissenhaften Mitarbeiter. Mit seinen vier Kollegen ist der Hilfsarbeiter im Einsatz und erledigt Aufgaben wie Unkraut jäten, Hecken schneiden, Laub kehren, Mistkübel entleeren oder Zusammenkehren. „Am liebsten bin ich mit dem Rasenmäher unterwegs – das daugt ma mehr als Schneeräumen“, meint Mario Dederich nach dem langen Winter. Während seine Kollegen mit den Räumfahrzeugen unterwegs waren, erledigte Dederich beim Schneeschaufeln die Handarbeit im Ort.


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