Bunte Brücken gegen den "Faschingsschmerz"
EBENSEE. Ein Familien-Gespann aus Ebensee setzt ein markantes Zeichen für den erneut ausgefallenen Fasching in der Salinengemeinde.

Bereits zum zweiten Mal muss der Fasching in Ebensee wegen Corona gestrichen werden. Eine Tatsache, die vielen Ebenseern nahegeht. Immer wieder werden Aktionen gestartet, um an die vermisste fünfte Jahreszeit zu erinnern. Die Pensionistin Monika Zauner und ihr Sohn Philip, der seit Geburt mit einer Mehrfachbehinderung gehandicapt ist, setzten eine tolle Idee in die Tat um.
Das kreative Familien-Gespann hat sich zum Ziel gesetzt, alle Brücken in der Salinengemeinde bunten Fetzengirlanden zu schmücken. So bringen die beiden Farbe in den Ort und vermitteln damit Faschingsstimmung. Stundenlang verbrachten zwei Faschingsfreunde deshalb bei der Nähmaschine, um die farbenfrohen Flecken vorzubereiten. „Jeder macht, was er kann, gemeinsam schaffen wir ein schönes Ergebnis. Philip gibt mit seinen Händen am Pedal der Nähmaschine Gas. Ich unterstütze ihn durch exakte Befehle und nähe die Fahnen und Girlanden“, erzählt Mama Monika.
Unterstützt von Stiefvater Herbert schmückten sie dann mit ihren Werkstücken die Brücken ihrer Heimatgemeinde.
Intensiver und persönlicher Beitrag, um an den Ebenseer Fasching zu erinnern
Auch Philip mag die Faschingszeit sehr gerne. Er liebt es, sich zu verkleiden und zu tanzen. Das alles fehlt nun bereits seit zwei Jahren.
„Wenn der offizielle Fasching schon nicht stattfinden kann, dann müssen wir zumindest ein markantes Zeichen setzen. Weil uns Lachen, Feiern und lustig Sein einfach fehlt. Unser Faschingsschmuck an den Brücken soll allen Freude bereiten. Die Faschingsveranstaltungen fallen aus, Tradition und Brauchtum in unserem Ort aber bleiben lebendig!“, begründet Mama Monika die tolle Aktion des Familienteams. Und das Echo aus der Bevölkerung ist überaus erfreulich.


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