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EBENSEE. Eigentlich wollte der Ebenseer Faschingspräsident Hannes Scheck bereits im Jahr 2020 den Hut nehmen und sein Amt in jüngere Hände legen, doch das Corona-Virus machte dabei einen Strich durch die Rechnung. Nun konnte jedoch die Übergabe erfolgen.

Amtsübergabe Hannes Scheck (re.) an Attwenger, Kasberger, Scheck jun. (Foto: Hörmandinger)
  1 / 2   Amtsübergabe Hannes Scheck (re.) an Attwenger, Kasberger, Scheck jun. (Foto: Hörmandinger)

Da bisher eine Hofübergabe beim Ebenseer Faschingsverein nicht stattfinden konnte, musste Hannes Scheck zwei Jahre lang, schweren Herzens sogar noch die Absage des traditionellen Ebenseer Faschings bekannt geben. So stand der Organisator des Ebenseer Faschings zwei Jahre länger als geplant  auf der Kommandobrücke der fünften Jahreszeit.

„Den Ebenseern ihre Nationalfeiertage nicht ganz wegnehmen und den Fasching trotz aller Irritationen lebendig zu lassen!“, lautete die Devise für Hannes Scheck in dieser Zeit.

Chefsesselübergabe beim Faschingsverein

Nun wurden im „Verein Ebenseer Fasching“ jedoch die Weichen für die Zukunft gestellt. Ein „Dreierrat“ mit Georg Attwenger, Bernhard Kasberger und Hannes Scheck jun. tritt die Nachfolge des Faschngspräsidiums an. Hannes Scheck sen. wurde einstimmig zum Ehrenpräsidenten ernannt und für seine engagierte Arbeit mit einem Abschiedsgeschenk bedankt.

Bereits im zarten Kindergartenalter gab es für Hannes Scheck sen. erste Berührungspunkte mit dem Fasching. Als 15-Jähriger nahm er, begleitet von seinem Vater, am Ebenseer Faschingsgeschehen teil. Seit 1978 führt der scheidende Faschingspräsident, einer Familientradition folgend, vor der Musikkapelle den Fetzenzug am Rosenmontag an.

Im Fasching 2000 repräsentierte Hannes Scheck mit seiner Herzdame Gertrude das Ebenseer Prinzenpaar. Noch im selben Jahr wurde er zum Präsidenten des Vereins „Ebenseer Fasching“ bestellt, dessen Geschicke er seitdem 14 Jahre lang mit Idealismus, Freude, Ideenreichtum, Energie und Umsicht leitete.

Seine Verdienste für das Brauchtum in der Salinengemende sind unbestritten. Höhepunkt seiner Amtszeit war sicherlich die Aufnahme des traditionellen Ebenseer Fetzenzuges in das österreichische Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes der UNESCO.


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