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GSCHWANDT. Alle Jahre wieder baut der Gschwandtner Thomas Schneebauer ein architektonisches Meisterwerk – ganz aus Lebkuchen und Zuckerguss. Sein heuriges Projekt, das französische Loire-Schlösschen Chambord, ist bereits im Fenster des Gmundner Stadttheaters zu besichtigen.

 (Foto: Tóth)
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Dass seine Kunst vergänglich ist, macht Thomas Schneebauer nichts aus: „Am Ende wird alles aufgegessen“, schmunzelt er. Freunde hätten schon versucht, seine Bauwerke aufzubewahren, doch dann seien diese den Wespen oder anderen Tieren zum Opfer gefallen.

Feinarbeit bis ins Detail

Sein Ehrgeiz bei der Erstellung des jährlichen „Lebkuchenhauses“ leidet jedenfalls nicht unter der mangelnden Haltbarkeit: Nach Taj Mahal, Petersdom, Schloss Ort und vielen anderen Bauwerken hat er sich diesmal das von Leonardo da Vinci geplante Loire-Schloss Chambord ausgesucht. „Eigentlich unglaublich: In Wirklichkeit hat es rund 200 Kamine. Ich habe mich auf die wichtigsten 40 beschränkt“, so der Gschwandtner.

Trotzdem ist der Detailreichtum beeindruckend: Um die Dächer für die runden Türme originalgetreu nachzuformen, hat er den Lebkuchen auf zwei Millimeter dünne Scheiben filetiert und vorsichtig gebogen. „Das ist schon heikel, weil der Lebkuchen dabei leicht bricht“, erzählt Schneebauer.

Lebkuchenschloss im Fenster des Stadttheaters

Erfahrung damit hat er jedenfalls genug gesammelt: Insgesamt hat er Chambord nämlich gleich dreimal nachgebaut: Eines geht alljährlich an eine Ordensgemeinschaft am Chiemsee, ein weiteres bekommen heuer die ehemaligen Gmundner Karmel-Schwestern in Bad Mühllacken. Ein Exemplar bleibt vorerst in Gmunden: Im Fenster des Gmundner Stadttheaters kann man die Lebkuchen-Version des Loire-Schlösschens noch in den nächsten Wochen bewundern.


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