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Hüttenwirtin Teresa Kritzinger: „Bei einem Notfall müssen wir mit dem Skidoo ins Tal“

Mag. Lisa-Maria Laserer, 05.03.2024 18:00

HALLSTATT. Teresa Kritzinger aus Gosau bewirtschaftet seit vier Jahren als Hüttenwirtin das Wiesberghaus. Während des Sommers und des Winters ist sie 24 Stunden sieben Tage die Woche im Job. Seit September managt sie das herausfordernde Hüttenleben als Mutter mit Baby Felix.

  1 / 3   Teresa Kritzinger mit ihrem Lebensgefährten Moritz Schilcher und Baby Felix vor dem Wiesberghaus (Foto: privat)

Das Wiesberghaus am Dachsteinplateau im Gemeindegebiet von Hallstatt ist ein romantisches Plätzchen auf 1.884 Metern Seehöhe - aber auch abgeschieden. Entweder ist die Hütte von Hallstatt zu Fuß oder mit den Skiern in circa vier Stunden Gehzeit erreichbar oder über die Krippensteinseilbahn mit einer Gehzeit von circa 1,5 bis zwei Stunden. Teresa Kritzinger bewirtschaftet seit dem Winter 2021 diese Hütte. Sie ist eigentlich studierte Psychotherapeutin, ist aber durch ihre Mutter, die das Wiesberghaus vor ihr gepachtet hatte, zum Job auf der Alm gekommen. „Die Leute stellen sich immer vor, es wäre die perfekte Almidylle. Aber eigentlich ist es rund um die Uhr harte Arbeit. Freizeit gibt es fast keine. Wenn nicht alle zusammenhelfen, geht das sowieso nicht“, so Kritzinger.

Hüttenwirtin und Mama

Seit September 2023 ist die 32-Jährige Mutter eines Sohnes. Nach der Geburt im Tal hat sie den kleinen Felix sofort auf die Hütte mitgenommen. „Wir sind eine große Familie. Damit meine ich mein Team, meine Mutter, die oft aushilft, meinen Lebensgefährten Moritz und mich“. Felix wächst inmitten dieser Familie auf, wo sich auch alle um ihn kümmern. „Für Felix kann ich mir keinen schöneren Ort zum Aufwachsen vorstellen als mitten hier in der Natur“, sagt die junge Frau. Bei Notfällen oder wenn medizinische Hilfe benötigt wird, ist der Weg ins Tal allerdings lang. Im Winter geht das nur mit dem Skidoo auf der Ratrac-Spur zum Krippenstein und dann entweder mit der Seilbahn oder dem Ratrac über die 11-Kilometer lange Skipiste ins Tal. Auch Baby Felix wird am Skidoo transportiert. Die Ratrac-Spur wird übrigens ebenso von Kritzinger und ihrem Team gemacht: „Damit die Skitouren-Geher auf unsere Hütte finden“.

Lange heiße Dusche

Ganz hat sie ihren Beruf als Psychotherapeutin noch nicht aufgegeben und arbeitet zusätzlich zwei Halbtage die Woche in einer Praxis in Bad Goisern. Auf das Hüttenleben will Kritzinger aber die nächsten sieben Jahre nicht verzichten. Das einzige, das ihr fehlt, ist eine lange und heiße Dusche. Die Wintersaison am Wiesberghaus geht noch bis Ostermontag.


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