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SALZKAMMERGUT. Der Jänner 2026 ist im Salzkammergut deutlich kälter und trockener als im langjährigen Mittel ausgefallen. Laut Wetteranalysen lag die Durchschnittstemperatur klar unter dem Normalwert, zudem blieb die Niederschlagsmenge gering.

Laut dem Meteorologen Christian Branstätter war der Jänner zu kalt und zu trocken. (Foto: meteo-data)

Der zweite Wintermonat war von überwiegend winterlichem und frostigem Wetter geprägt. Nach Auswertungen des Meteorologen Christian Brandstätter lag die Durchschnittstemperatur rund 1,7 Grad unter dem langjährigen Mittel. Damit war es der kälteste Jänner seit dem Jahr 2017.

Zu Monatsbeginn zeigte sich das Wetter noch vergleichsweise mild. Eine selten gewordene Nordwestlage brachte regional stürmische Böen mit Geschwindigkeiten von bis zu 60 Kilometer pro Stunde. Ab Samstag, 03. Jänner 2026, setzte sich jedoch zunehmend winterliches Wetter durch, das mit kurzen Unterbrechungen bis zum Monatsende anhielt.

In vielen Regionen des Salzkammerguts wurden insgesamt 13 Eistage verzeichnet, an denen die Temperatur dauerhaft unter dem Gefrierpunkt blieb. In acht Nächten trat strenger Frost mit Tiefstwerten unter minus 10 Grad auf.

Tiefe Temperaturen und markante Frostnächte

Die tiefsten Temperaturen wurden am Dienstag, 20. Jänner, gemessen. In Vöcklabruck sank das Thermometer auf minus 14,8 Grad, in Regau auf minus 14,6 Grad. Die kälteste Nacht in Seewalchen wurde am Montag, 12. Jänner 2026, mit minus 13,3 Grad registriert. Einen ähnlich kalten Jänner hatte es zuletzt 2017 gegeben, damals mit einem Monatsmittel von minus 4,4 Grad.

Schneefälle und deutlich zu geringe Niederschläge

Vor allem zwischen Donnerstag, 8. Jänner, und Dienstag, 13. Jänner  kam es zu markanten Schneefällen. Am Sonntag, 11. Jänner, und am Montag, 12. Jänner  lagen verbreitet Schneedecken zwischen 15 und 20 Zentimeter, regional sogar bis zu 25 Zentimeter, auch im Flachland.

Die ergiebigsten Niederschläge traten zu Beginn der zweiten Monatsdekade auf. Ansonsten blieb es meist trocken oder es fielen nur geringe Mengen. In Seewalchen wurde am Samstag, 10. Jänner, mit knapp 10 Millimeter die höchste Tagesmenge gemessen. Die gesamte Monatsmenge betrug dort 32,1 Millimeter, was lediglich 46 Prozent des üblichen Jännerwertes entspricht. In Altmünster wurden am Montag, 12. Jänner, 8 Millimeter gemessen, in Bad Ischl am selben Tag 15 Millimeter. Die höchsten Tageswerte verzeichnete Mondsee mit 18 Millimeter ebenfalls am 12. Jänner.

Statistisch gilt der Februar zwar bereits als Hinweis auf den nahenden Frühling, bleibt jedoch ein ausgeprägter Wintermonat. Die durchschnittliche Temperatur liegt bei 0,6 Grad. Der wärmste Februar-Tag wurde 2017 mit 20,8 Grad gemessen, der tiefste Wert stammt aus dem Jahr 2012 mit minus 18,2 Grad. Im langjährigen Mittel weist der Februar 19,7 Frosttage sowie 6,0 Eistage auf.


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