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Bezirksgericht Rohrbach hat eine neue Vorsteherin – Bruno Lindorfer mit Gold verabschiedet

Martina Gahleitner, 27.01.2026 13:07

ROHRBACH-BERG. Nach 40 Jahren im Dienst der Justiz, die letzten sechs Jahre davon als Vorsteher des Bezirksgerichtes Rohrbach, wurde Bruno Lindorfer in dieser Funktion verabschiedet. Seine Nachfolge tritt die Aschacherin Gabriele Konrad-Porod an.

  1 / 12   Amtseinführung von Gabriele Konrad-Porod (r.) durch die Präsidentin des Landesgerichtes Linz, Amalia Berger-Lehner (l.) (Foto: Gahleitner)

Es sei ein kleines Gericht, habe aber große Bedeutung für die Menschen in der Region, meinte Gabriele Konrad-Porod nach der offiziellen Amtseinführung als Vorsteherin des Bezirksgerichtes Rohrbach. Dieses ist zuständig für 40 Gemeinden mit rund 60.000 Einwohnern. „Für viele ist das Bezirksgericht der erste und oft auch einzige Kontakt mit der Justiz. Umso wichtiger ist der Blick auf die Menschen hinter den Verfahren“, betonte sie.

Konrad-Porod begann ihre Tätigkeit als Richterin 2016 am Landesgericht Salzburg, später war sie an den Bezirksgerichten Wels und Grieskirchen tätig. Mit dem Bezirksgericht Rohrbach übernimmt die zweifache Mutter, die in Aschach lebt, nun ein „hervorragend geführtes Haus mit einem starken Team, in dem effizient gearbeitet und auch professionell mit anderen Institutionen und Interessensvertretungen zusammengearbeitet wird“, lobte sie ihre neue berufliche Heimat.

40 Jahre Einsatz für die Justiz mit Gold gewürdigt

Der Präsident des Oberlandesgerichtes Linz, Helmut Katzmayr, wies auf das hohe Vertrauen der Menschen in die unabhängige Justiz hin. „Das kann nur erreicht werden, weil tagtäglich bei den Gerichten unermüdlich, mit hohem Einsatz, Kompetenz und Verantwortungsbewusstsein gearbeitet wird – selbst in aktuell schwierigen Zeiten mit hohen Anfallszahlen, budgetären Einschränkungen und einem schwierigen gesellschaftlichen Umfeld.“ Das Bezirksgericht Rohrbach sei hier Vorbild, ergänzte er mit Blick auf den scheidenden Gerichtsvorsteher Bruno Lindorfer. 40 Jahre stand dieser im Dienst der Justiz. Nach Stationen in Wien und Linz kehrte er 2005 heim an das Bezirksgericht Rohrbach, dessen Führung er im April 2020 übernahm. Für sein Wirken als Vertreter des Richterstandes bekam er das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich verliehen.

„Habe Beruf nie bereut“

In seiner Abschiedsansprache bekräftigte Bruno Lindorfer, dass er sehr gerne Richter gewesen sei: „Ich war immer stolz, Vertreter der dritten Staatsgewalt zu sein, und habe meinen Beruf nie bereut.“ Besonderen Dank richtete er an sein Team, denn alleine könne ein Richter nichts erreichen.


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