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GMUNDEN. Die Werkstätte Gmunden der Lebenshilfe Oberösterreich feiert ein 40-jähriges Bestehen, gleichzeitig blickt die Arbeitsgruppe Gmunden auf 45 Jahre Engagement für Menschen mit Beeinträchtigung zurück. Die Jubiläen wurden in der Werkstätte Gmunden begangen. Im Mittelpunkt stehen dabei Arbeit, Begegnung und gesellschaftliche Teilhabe.

Bei der Jubiläumsfeier der Lebenshilfe-Arbeitsgruppe Gmunden und der Lebenshilfe-Werkstätte Gmunden wurden Beschäftigte für ihre langjährige Zugehörigkeit zur Werkstätte geehrt. (Foto: Lebenshilfe Oberösterreich)

Die Arbeitsgruppe Gmunden wurde im Jahr 1981 als regionale Außenstelle der Lebenshilfe Oberösterreich gegründet. Ziel war der Aufbau einer Werkstätte für Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung. Fünf Jahre später konnte im Ortsteil Mühlwang eine erste Werkstätte eröffnet werden. Seit dem Jahr 2004 befindet sich der Standort in der Georgstraße und bietet derzeit 47 Menschen ein vielfältiges Arbeits- und Beschäftigungsangebot.

Im Laufe der Jahre hat sich die Einrichtung zu einem festen Bestandteil der regionalen Sozialstruktur entwickelt. Neben der täglichen Arbeit stehen auch Kooperationen und Begegnungen mit Betrieben, Schulen und Gemeinden im Mittelpunkt.

Entwicklung der Werkstätte und regionale Zusammenarbeit

Die Werkstätte versteht sich als offener Ort für regionale Zusammenarbeit und Projekte. Neben Industriearbeiten wie Sortieren, Teilmontagen und Verpackungstätigkeiten werden auch Integrationsarbeitsplätze in Unternehmen ermöglicht. Auftraggeber aus der Region tragen wesentlich zur Beschäftigung bei.

„Was einst als Initiative engagierter Eltern begann, hat sich zu einem wichtigen Ort entwickelt, an dem Menschen arbeiten, dazugehören und ihren Platz in der Gesellschaft finden“, sagt Arnold Bauer, Obmann der Arbeitsgruppe Gmunden, der seit 27 Jahren ehrenamtlich tätig ist.

Auch Gründungsmitglied Kurt Ebner war bei der Jubiläumsfeier anwesend und begleitete die Entwicklung der Lebenshilfe in Gmunden über viele Jahre hinweg.

Bedeutung für Teilhabe und Arbeitsmöglichkeiten

Die Werkstätte setzt auf enge Zusammenarbeit mit der Region und auf niederschwellige Zugänge zu Beschäftigung. Praktika, Projekte mit Schulen sowie Kooperationen mit der Gesunden Gemeinde sind Teil des Alltags.

„Es gibt in Gmunden niemanden, der die Lebenshilfe nicht kennt“, sagt Stefanie Huemer, Leiterin der Werkstätte. Sie verweist auf die Offenheit gegenüber Praktika und gemeinsamen Projekten von Menschen mit und ohne Beeinträchtigung.

Gleichzeitig wird laufend nach neuen Auftraggebern gesucht. „Dadurch ergeben sich für Menschen mit Beeinträchtigung sinnstiftende, abwechslungsreiche Tätigkeiten. Laufen, Wuppermann, Design Max, Promot, HUUM oder Connexurban zählen bereits zu unseren Auftraggebern“, erklärt Stefanie Huemer. Auch eine Mitarbeit direkt in Unternehmen im Rahmen der integrativen Beschäftigung ist möglich.


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