Hallstätterseeklause vor Rettung: 500 Jahre altes Bauwerk wird generalsaniert
BAD GOISERN. Ein technisches Denkmal mit zentraler Bedeutung für den Hallstättersee steht vor einer aufwendigen Rettungsaktion. Die Sanierung läuft bis 2029.

Seit mehr als 500 Jahren reguliert die Hallstätterseeklause den Wasserstand des Hallstättersees und den Abfluss in die Traun. Nun steht das historische Bauwerk vor seiner größten Sanierung seit Jahrzehnten. Gutachten haben gezeigt, dass die Standfestigkeit der denkmalgeschützten Anlage massiv gefährdet ist. Ein Totalausfall soll mit einer umfassenden Generalsanierung verhindert werden.
Akuter Handlungsbedarf bei historischem Bauwerk
Die ersten Aufzeichnungen der Hallstätterseeklause reichen bis ins Jahr 1523 zurück. Heute erfüllt sie eine zentrale Funktion für den Wasserhaushalt im Inneren Salzkammergut und schützt damit Häuser, Wege und Betriebe entlang von See und Traun. Besonders dringlich wurde die Situation, nachdem eines der Tore nicht mehr geöffnet werden konnte und die Steuerung der Anlage eingeschränkt war. Die Bezirkshauptmannschaft Gmunden ordnete deshalb Sofortmaßnahmen an.
Die Sanierung erfolgt in insgesamt sechs Bauphasen. Dafür werden einzelne Bereiche des Klauswehres mit Spundwänden vom Wasser getrennt. Im Trockenen können beschädigte Holzteile ausgebaut und nach den Vorgaben des Bundesdenkmalamtes originalgetreu erneuert werden. Die historische Erscheinung bleibt damit erhalten.
Arbeiten laufen bis 2029
Für die Bauarbeiten wird der Wasserstand des Hallstättersees in den Wintermonaten kontrolliert abgesenkt. Die erste Bauetappe betrifft den Bereich auf der Steegwirt-Seite und ist auf rund sechs Monate ausgelegt. In den folgenden Jahren werden weitere Abschnitte saniert.
Die Generalsanierung soll bis Ende März 2029 abgeschlossen werden. Ziel ist es, die Funktionsfähigkeit der Hallstätterseeklause langfristig zu sichern, das Hochwasserrisiko während der Bauzeit möglichst gering zu halten und eines der bedeutendsten technischen Denkmäler des Salzkammerguts für kommende Generationen zu erhalten.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden