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BAD ISCHL. Erni Mangold war Bad Ischl auf besondere Weise verbunden. Die Schauspielerin, die im Alter von 99 Jahren starb, erhielt hier 2015 den Nestroyring.

Stadtgemeinde Bad Ischl verlieht Erni Mangold Urkunde (Foto: Christoph Lenzenweger)
Stadtgemeinde Bad Ischl verlieht Erni Mangold Urkunde (Foto: Christoph Lenzenweger)

Erni Mangold galt als unbequem, widerspenstig und zugleich herzlich – Eigenschaften, die sie auch bei einem ihrer besonderen Auftritte in Bad Ischl zeigte. 2015 nahm die damals 88-jährige Schauspielerin im Lehartheater den Nestroyring der Stadt entgegen. Nun ist die große österreichische Künstlerin am 5. September im Alter von 99 Jahren verstorben.

Unvergesslicher Auftritt im Lehartheater

Bei der Verleihung zeigte sich Mangold zunächst zurückhaltend, später humorvoll und sichtlich bewegt. Das Publikum bedankte sich mit Standing Ovations.

Für einen der heitersten Momente sorgte Bürgermeister Hannes Heide, als er ihr den von Goldschmied Gerold Schodterer angefertigten Nestroyring anstecken wollte. Mangold stoppte ihn trocken mit den Worten: „Ich will sie ja nicht heiraten“.

Familie führte Mangold nach Bad Ischl

Ihre Verbindung zu Bad Ischl reichte jedoch deutlich weiter zurück. Mangolds Vater Heinrich Goldmann stammte aus der Stadt. Er war Lehrer und Schuldirektor, zugleich aber auch leidenschaftlicher Kunstmaler.

„Er wollte aus mir eine wohlerzogene Bildungsbürgerin machen“, erinnerte sich Mangold später. Tatsächlich entwickelte sie sich zu einer starken Persönlichkeit, die Konventionen hinterfragte, sich für Frauenrechte einsetzte und für eine offene Gesellschaft eintrat.

Bürgermeisterin erinnert sich persönlich

Auch Bürgermeisterin Ines Schiller stand regelmäßig mit Mangold in Kontakt. „Mit Erni Mangold verliert Österreich eine großartige Künstlerpersönlichkeit, die unser Land geprägt hat und der Stadt Bad Ischl verbunden war“, würdigt sie die Schauspielerin.

Persönlich bleibt Schiller vor allem eine Erinnerung: „Die Fotos, die sie mir immer wieder schickte, werde ich in Ehren halten!“


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