Traunsee-Raddampfer „Gisela“ feiert 155. Geburtstag
GMUNDEN. Seit 1871 zieht sie ihre Bahnen auf dem Traunsee: Der historische Raddampfer Gisela wird 155 Jahre alt – und ist bis heute ein technisches Juwel.

Wenn sich die mächtigen Schaufelräder drehen und die „Gisela“ über den Traunsee gleitet, wirkt es fast, als wäre die Zeit stehen geblieben. Seit 155 Jahren gehört der historische Raddampfer zum Bild des Sees. Heute ist er Linien- und Ausflugsschiff, schwimmendes Museum, Denkmal und längst ein Wahrzeichen der Region.
Eine Dampfmaschine, die es nur noch hier gibt
Die „Gisela“ zählt zu den ältesten noch fahrenden Dampfschiffen der Welt. Eine technische Besonderheit schlummert tief im Inneren: Angetrieben wird das Schiff von der letzten noch in Betrieb befindlichen oszillierenden Verbunddampfmaschine aus der Prager Maschinenfabrik.
Schifffahrtsunternehmer und Kapitän Karlheinz Eder steuert die altehrwürdige Dame heute über den Traunsee.
Benannt wurde das Schiff nach Gisela, einer Tochter von Kaiserin Elisabeth und Kaiser Franz Joseph I. Gebaut wurde es nach Plänen von Joseph John Ruston in Floridsdorf bei Wien. Anschließend zerlegte man den Dampfer in Einzelteile, transportierte diese an den Traunsee und setzte das Schiff dort wieder zusammen.
Am 24. September 1871 absolvierte die „Gisela“ ihre erste Probefahrt, im Frühjahr 1872 nahm sie offiziell den Betrieb auf.
Rettungsaktion sicherte der „Gisela“ die Zukunft
1981 wurde der Raddampfer als erstes schwimmendes Objekt unter Denkmalschutz gestellt. Dass er heute überhaupt noch über den Traunsee fährt, ist wesentlich den „Freunden der Stadt Gmunden“ zu verdanken.
Die Gesellschaft erwarb das historische Schiff 1982 und leitete eine umfassende Sanierung ein. Damit konnte die „Gisela“ am Traunsee erhalten werden. Am 5. Juli 1986 nahm der Raddampfer schließlich wieder seinen Betrieb auf.








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