Das Wunschmobil erfüllt den letzten Herzenswunsch
BEZIRK GMUNDEN. In der Vorweihnachtszeit, die heuer durch die Corona-Pandemie unter ganz besonderen Vorzeichen steht, möchte Tips mit der Spendenaktion „Glücksstern“ wieder Gutes tun und heuer das vom Roten Kreuz Oberösterreich ins Leben gerufene „Wunschmobil“ unterstützen. Das Wunschmobil erfüllt schwer kranken Menschen einen Herzenswunsch.

Wenn sich das Leben dem Ende zuneigt, treten oft unerfüllte Träume in den Vordergrund. Der Besuch eines Ortes, an dem man einmal sehr glücklich war und Kraft getankt hat, einen besonderen Menschen treffen oder an einen See fahren etc. Oft glauben schwer kranke Menschen, dass sie nicht mehr mobil genug sind oder ihre finanziellen Mittel nicht ausreichen. Mit dem Wunschmobil erfüllt ein Team des Roten Kreuzes Menschen einen besonderen Wunsch in der letzten Lebensphase.
Herzenswunsch erfüllen
„Mit dem Rotkreuz-Wunschmobil will das OÖ. Rote Kreuz Menschen in ihrer letzten Lebensphase besondere Herzenswünsche erfüllen“, sagt OÖ. Rotkreuz-Präsident Walter Aichinger. Ein mehrköpfiges, kompetentes Team realisiert ganz persönliche Tagesreisen. Beispiele dafür sind der Besuch von Veranstaltungen, Verwandten und Freunden, Sport-Events oder Ausflüge in die Natur. Ein speziell dafür ausgestatteter Rettungswagen bringt die Personen an ihr Ziel. Die Idee dazu stammt übrigens von Reinhard Schmidt, Spartenleiter Gesundheit- und Soziale Dienste. Nach der Kontaktaufnahme mit dem zuständigen Bezirkskoordinator wird abgeklärt, ob der Zustand des Patienten den Ausflug zulässt, was umsetzbar ist und welches Personal es dazu benötigt. In der Regel fährt ein Sanitäter, eine Diplom-Schwester oder eine Hospizmitarbeiterin sowie ein Angehöriger mit.
So erreicht man das Wunschmobil
Die Anfrage sollte über die Homepage www.roteskreuz.at/ooe/wunschmobil erfolgen. Sollte jemand kein Internet haben, nimmt auch das Rote Kreuz Gmunden Anfragen entgegen. Dennoch ist Linz die Anlaufstelle. Die Anfragen werden dann auf die jeweiligen Bezirke verteilt. Im Bezirk Gmunden ist dafür Karl Lechner, Bezirkskoordinator für Gesundheits- und Soziale Dienste (GSD) und für das Wunschmobil, federführend. „Wir versuchen, Menschen in der letzten Lebensphase einen Traum zu erfüllen, einen Herzenswunsch möglich zu machen und so Freude und Licht in ihr Leben zu bringen“, sagt GSD-Koordinator Karl Lechner.
Durch Spenden finanziert
„Wir laden Angehörige und Menschen in der letzten Lebensphase ein, ihren Wunsch bei uns zu deponieren“, sagt Aichinger. „Ist dieser Wunsch durchführbar, wird er durch unsere freiwilligen Mitarbeiter zeitnahe verwirklicht.“ Sie stehen helfend zur Seite, vermitteln Geborgenheit und begleiten Menschen am Weg zu ihrem Herzenswunsch. Finanziert wird das Rotkreuz-Wunschmobil über Spenden. Die Wunscherfüllung ist für den Teilnehmer und die Begleitperson somit kostenfrei.


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