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Zufriedenheit in Gesundheitsversorgung auf dem Tiefststand

Barbara Gröstlinger, 07.05.2026 12:33

GMUNDEN/VÖCKLABRUCK. Die Unzufriedenheit mit der Gesundheitsversorgung nimmt laut Arbeiterkammer (AK) Oberösterreich weiter zu. Besonders in den Bezirken Gmunden und Vöcklabruck zeigt eine aktuelle Befragung einen deutlichen Rückgang der Zufriedenheit unter den Versicherten.

Präsident der Arbeiterkammer (AK) OÖ Andreas Stangl (Foto: VOLKER WEIHBOLD)
Präsident der Arbeiterkammer (AK) OÖ Andreas Stangl (Foto: VOLKER WEIHBOLD)

„Die Zufriedenheit unserer Mitglieder in Gmunden und Vöcklabruck ist gegenüber dem Vorjahr weiter gesunken und hat einen Tiefststand erreicht“, sagt AK-Präsident Andreas Stangl. Denn: Nur noch 30 Prozent der befragten AK-Mitglieder bewerten das Gesundheitssystem positiv – das sind um 15 Prozentpunkte weniger als im Vorjahr 2025. Gleichzeitig geben 27 Prozent an, wenig oder gar nicht zufrieden zu sein.

Lange Wartezeiten

Als besonders belastend werden lange Wartezeiten auf Termine bei Fachärzten, Untersuchungen oder Operationen genannt. Laut AK fühlt sich mehr als die Hälfte der Befragten dadurch stark oder sehr stark beeinträchtigt. 46 Prozent hätten zudem keinen Termin erhalten, weil keine neuen Patienten aufgenommen würden.

Auch bei Operationen sind die Wartezeiten weiterhin ein großes Problem, erklärt die AK. Mehr als ein Drittel der Befragten musste laut Umfrage länger als drei Monate auf einen Eingriff in Gmunden oder Vöcklabruck warten.

Immer mehr weichen auf Wahlärzte aus

Die Entwicklungen im öffentlichen Gesundheitssystem führen dazu, dass immer mehr Versicherte auf Wahl- und Privatärzte ausweichen müssen.

„Somit ist Gesundheitsversorgung längst eine Frage des Geldes. Besonders belastet fühlen sich chronisch Kranke, da sie regelmäßig auf die öffentliche Gesundheitsversorgung angewiesen sind“, so AK-Präsident Stangl.

Verbesserungen gefordert

Die AK OÖ fordert eine gerechte und hochwertige Gesundheitsversorgung für alle Menschen in Oberösterreich. Wartezeiten sollen deutlich verkürzt und Operationstermine fair vergeben werden. Zudem sollen mehr Kassenarztstellen besetzt und Primärversorgungszentren ausgebaut werden. Bei fehlender Kassenversorgung sollen Patienten den vollen Kassentarif auch bei Wahlärzten zurückbekommen.


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