Grüne wollen freie Seezugänge in der Landesverfassung festschreiben
GMUNDEN. Ihre hohe Badewasserqualität verdanken die oö. Seen stark öffentlichen Investitionen wie Abwasser-Ringleitungen. Daher dürfe die Zugänglichkeit dieser Naturjuwele nicht weiter eingeschränkt werden, so Grünen-Landesrat Rudi Anschober bei einer Pressekonferenz in Gmunden.

Ähnlich wie in Bayern möchte Anschober dies in der Landesverfassung festhalten und – unter anderem – ein Vorkaufsrecht der öffentlichen Hand für Seegrundstücke sichern. Finanziert werden könnten die Käufe durch einen „Badeplatz-Fonds“, der unter anderem durch die Tourismusabgabe gespeist werden könnte, so Anschober. Zudem solle es einen sofortigen Privatisierungsstopp für Seegrundstücke im öffentlichen Eigentum geben.
Seebahnhof-Areal zurückkaufen
Ein Paradebeispiel ist für Stefan Kaineder, Grünen-Spitzenkandidat im Traunviertel, das Seebahnhof-Grundstück am Traunsee. „Hier baden im Sommer hunderte Leute. Man sollte die Gelegenheit nutzen, die durch das gescheiterte Hotelprojekt entsteht, und den Grund zurückkaufen.“ Aber auch die Bräuwiese oder die Badefläche an der Altmünsterer Esplanade könnten bei Gelegenheit vergrößert werden. Insgesamt müsse die Verbauung der Seegrundstücke gebremst werden. Klubobmann Gottfried Hirz sieht in der Kalkbrechanlage in Ebensee einen Platz, der künftig zur Verfügung stehen könnte. Überhaupt sei Ebensee ein „Hotspot“: Das Hallenbad wäre ein Klassiker für ein regionales Finanzierungskonzept, gemeinsam mit den Nachbargemeinden.
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