Bürgermeisterwahl im Bezirk Gmunden: Jeder siebte Kandidat ist weiblich
BEZIRK GMUNDEN. Der Wahlkampf in den Gemeinden erreicht langsam den Höhepunkt. In vielen Gemeinden Oberösterreichs wird um jede einzelne Stimme gekämpft. Dennoch gibt es von Stadt zu Stadt, von Gemeinde zu Gemeinde große Unterschiede – nicht nur was die Themen und Inhalte betrifft, sondern auch in Bezug auf die antretenden Kandidaten und Parteien.

So treten in den 422 oberösterreichischen Gemeinden insgesamt 997 Bürgermeisterkandidaten an. Gleichzeitig steht in mehr als einem Viertel der Kommunen nur ein einziger Kandidat zur Verfügung. Bei der Anzahl der Kandidaten liegt der Bezirk Gmunden etwas über dem Durchschnitt: In den zwanzig Gemeinden bewerben sich insgesamt 56 Personen um das Bürgermeisteramt. Während in drei Gemeinden – Hallstatt, Kirchham und Obertraun – nur jeweils ein Kandidat zur Verfügung steht, sind es in anderen deutlich mehr: Spitzenreiter sind Altmünster, Ebensee, Gmunden und Vorchdorf mit jeweils vier Bürgermeisterkandidaten.
Acht Frauen bewerben sich um das Bürgermeisteramt
In den anderen Gemeinden können die Wähler zwischen zwei oder drei möglichen Bürgermeistern – oder Bürgermeisterinnen – entscheiden: In immerhin sieben Gemeinden könnte die Wahl auch auf eine Frau fallen. Mit acht Bürgermeisterkandidatinnen – in Ohlsdorf stellen sich gleich zwei Frauen der Wahl – ist der weibliche Anteil im Bezirk verhältnismäßig hoch: Im Landesschnitt ist knapp jeder neunte Kandidat weiblich, im Bezirk Gmunden jeder siebte.
Bürgermeisterkandidaten nach Parteizugehörigkeit
Nach Parteizugehörigkeit geordnet, stellt im Bezirk Gmunden derzeit die ÖVP mit 11 die knappe Mehrzahl der Bürgermeister, der Rest entfällt auf die SPÖ. Bei den Kandidaten stellt die SP wiederum die knappe Mehrzahl: 19 „rote“ Kandidaten stehen 18 „schwarzen“ gegenüber. Die FPÖ stellt in 14 Gemeinden einen Bürgermeisterkandidaten und die Grünen in zwei. In Traunkirchen (LIFT) und Ebensee (BÜFE) – und damit in zehn Prozent der Gemeinden – bewerben sich Kandidaten von regionalen Bürgerlisten. Damit liegt der Bezirk Gmunden ziemlich im Landesschnitt: Hier kommen 54 Bürgermeisterkandidaten aus „sonstigen Gruppierungen“, sind also nicht ÖVP, SPÖ, FPÖ, Grünen oder den NEOS zuzuordnen.
Sieben Parteien in der Bezirkshauptstadt
Da nicht jede Partei, die zur Gemeinderatswahl antritt, auch einen Bürgermeisterkandidaten stellt, sind die Listen der möglichen Parteien in einigen Gemeinden erheblich länger, als die der Bürgermeisterkandidaten. Den Spitzenplatz im Bezirk nimmt hier – mit sieben antretenden Gruppen – Gmunden ein. Neben ÖVP, SPÖ, FPÖ und Grünen tritt hier auch die Stadtliste an, die bereits jetzt in Stadt- und Gemeinderat vertreten ist. Neu dazu gekommen sind die Neos – sie treten im Bezirk nur in Gmunden an – und die Bürgerinitiative Gmunden (BIG). In den anderen Gemeinden treten – bis auf Obertraun, wo zwei Parteien zur Auswahl stehen – drei oder vier Parteien an.


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