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Neues Leitsystem für Gmunden soll Individualverkehr rechtzeitig Weg zum Ziel zeigen

Hans Promberger, 24.11.2015 06:42

GMUNDEN. Ein neues Leitsystem soll den Hauptverkehrsstrom künftig nicht durch die Innenstadt, sondern entlang des bereits geschlossenen Umfahrungsringes führen und diesen von dort aus – je nach Anfahrtsrichtung und Zielort – steuern.

Neue Hinweisschilder an den Umfahrungsstrecken sollen den Zielverkehr in Gmunden erleichtern.
Neue Hinweisschilder an den Umfahrungsstrecken sollen den Zielverkehr in Gmunden erleichtern.

Bis zu 16.000 Fahrzeuge fahren täglich durch das Gmundner Zentrum. „Der Verkehr ist mittlerweile zu einer echten Belastung für die Menschen in der Innenstadt geworden. Mit der StadtRegioTram (SRT), einem guten Citybus-Netz und einer gezielten Steuerung des Individualverkehrs können wir das Stadtzentrum entlasten“, erklärt Verkehrsstadtrat Wolfgang Sag-eder (SP) seine Mobilitätsvision.

Daher entwickelte man ein neues Leitsystem das schon an den Umfahrungsstrecken abfragt, ob man ein Ziel am West- oder am Ostufer des Traunsees ansteuern möchte. So befinden sich unter anderem Hinweisschilder an den Abzweigungen bzw. Ortseinfahrten in den Bereichen Solarbad Altmünster, „McDonalds“-Kreuzung, Nordabfahrt, Oberweis und der neuen Ostumfahrung. „Das Durchfahren ohne Ziel in der Innenstadt soll in Zukunft so weit wie möglich vermieden werden“, so Sageder. „Geplant ist auch, Besucher bereits an den Autobahnabfahrten Regau und Laakirchen West – je nach Fahrziel – richtig zu leiten.“

Begegnungszone kommt

Im unmittelbaren Zentrumsbereich zwischen Graben und Klosterplatz sowie in weiteren Teilen der Altstadt wird eine Begegnungszone entstehen. Das bedeutet Gleichberechtigung für alle Verkehrsteilnehmer, der Individualverkehr darf sich mit maximal 20 km/h bewegen. „Viele internationale und auch nationale Vergleiche zeigen, dass eine Verkehrsberuhigung nicht nur mehr Lebensqualität in die Stadt bringt, sondern auch die Besucherfrequenz steigert, was für Wirtschaft und Tourismus positive Effekte bringen wird“, so Bürgermeister Stefan Krapf (VP).

Entlastungshilfe während Regiotram-Bauarbeiten

Innerstädtische Parkflächen sollen in gewohnter Weise bestehen und erreichbar bleiben. Über die Parkplätze „Zentrum Ostufer“ (Michlgründe), „Seilergasse“, und „Garage Zentrum Westufer“ (Traunseegarage) kann man die Innenstadt und Esplanade in gewohnter Weise erreichen. Für die Durchfahrtsbeschränkungen zwischen Innenstadt und Traundorf im Zuge der nächsten SRT-Bauphasen erhofft man sich vom Leitsystem eine wichtige Hilfestellung.


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