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GMUNDEN. Die Stadtgemeinde hat die Möglichkeit, um 7,6 Millionen Euro rund 12.500 Quadratmeter im Bereich „Seebahnhof“ (frühere Holzinger- und Putz-Gründe) von der RLB anzukaufen. Während die ÖVP froh ist, dass damit ein jahrelanger Rechtsstreit vermieden und das Areal wieder unter Hoheit der Stadtgemeinde touristisch verwertet werden kann, sind BIG und SPÖ skeptisch.

Am Donnerstag wird im Gmundner Gemeinderat über den Ankauf des brachliegenden Areals am Traunseeufer beraten. Foto: Stadtgemeinde

„Vielleicht stellt sich heraus, dass Gmunden sich dieser Notwendigkeit (Beendigung des Rechtsstreites, Anm. d. Red.) beugen sollte. Aber um diese Entscheidung verantwortungsvoll treffen zu können, brauchen wir eine ehrliche und offene Information über die rechtliche Lage der Stadt und ein Experten-Gutachten zu den angebotenen Grundstückspreisen“, sagt der Sprecher der Bürgerinitiative Gmunden (BIG) Reinhold Kassmannhuber. Das Angebot mit einem durchschnittlichen Quadratmeterpreis von rund 610 Euro sei kein Schnäppchen, schon gar nicht für Hotel-Investoren. Die Stadt brauche ein Hotel zum Kongresszentrum. „Über andere Standorte sollten Private entscheiden und ins Risiko gehen“, so der Bau-Stadtrat.

Kreditfinanzierung ist noch zu klären

Zudem müsse die Stadt klären, wie sie den Millionenkredit zurückzahlen will: „Diese Grundstücke müssen in absehbarer Zeit kostendeckend verkauft werden, damit nicht die nächste Generation für das Lacus Felix-Desaster bezahlt. Hotel-Projektbetreiber finden sich aber leichter als seriöse Investoren“, meint Kassmanhuber. Man müsse sich darüber klar werden, welche Ziele die Stadt mit diesem Millionen-Projekt verfolge und ob diese auch realisierbar seien. „Für uns ist eine Entscheidung zu diesem Zeitpunkt noch nicht möglich. Die momentanen Antworten sind uns zu vage“, so der BIG-Sprecher.

Stadt-SP will Konsens über Areal-Zukunft

Auch die SPÖ fordert eine transparente Vorgangsweise. Sie will, dass das Seebahnhofareal eine öffentliche Erholungsfläche bleibt und gemeindeeigne Liegenschaften nur mit Zweidrittel-Mehrheit verkauft oder belastet werden können. Zudem verlangt man eine professionelle Vermarktung durch einen unabhängigen Projektentwickler und dass ein mögliches Projekt nur im Einklang mit allen Parteien und mit Bürgerbeteiligung realisiert wird.

In der Gemeinderatssitzung am Donnerstag, 16. Februar, steht eine Beratung über den Liegenschaftsankauf am Programm. Zudem fordert ein Antrag der BIG, dass Veräußerungen und Belastungen stadteigener Grundstücke nur mit einer Zweidrittel-Mehrheit möglich sein sollen. Die SPÖ fordert diesbezüglich ein Rechtsgutachten eines unabhängigen Sachverständigen.


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