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Baugebiet für expansionswillige Gmundner Firmen: „Der politische Wille ist da“

Hans Promberger, 24.03.2017 19:11

GMUNDEN/GSCHWANDT. Eine hochrangige Politik- und Wirtschaftsdelegation aus Gmunden pilgerte zu Wirtschafts-Landesrat Michael Strugl (ÖVP) und Verkehrs-Landesrat Günther Steinkellner (FPÖ), um die Ansiedlung zweier eingesessener, aber expansionsbedürftiger Firmen an der Gmundner Ostumfahrung zu ermöglichen. Ihr Resümée: „Der politische Wille ist da.“

Regionspolitiker setzen sich für ein Betriebsbaugebiet im Gschwandtner Ortsteil Moosham an der Gmundner Ostumfahrung ein. Foto: Wodicka

Die Crux: Eine Anrainerin weigert sich, ein Grundstück zu verkaufen, das für die Errichtung einer Betriebszufahrt notwendig wäre und auch Experten hatten negative Stellungnahmen hinsichtlich Oberflächenwasserabfuhr und Naturschutz abgegeben.

Angst, dass Betriebe die Region verlassen

Die Regionalpolitiker verweisen jedoch auf die Konsequenzen einer möglichen Absiedelung der Leitbetriebe Fural und Ideal Kältetechnik. „Es geht nicht nur um 320 Arbeitsplätze, sondern auch um 320 Familien. Zudem rechnen die beiden Firmen aufgrund der der Auftragslage und Nachfrage mittelfristig mit insgesamt 500 Arbeitsplätzen“, sagt Gmundens Bürgermeister Stefan Krapf (VP). „Fural und Ideal Kältetechnik würden 40 Millionen Euro in ihre neuen Standorte investieren. Es wäre fahrlässig, wenn wir nicht alles versuchten, um eine Lösung zu finden“, meint auch Kirchhams Bürgermeister und Inkoba Salzkammergut Nord-Obmann Hans Kronberger (ÖVP). Man habe acht Areale geprüft, keines hätten die beiden Betriebe für geeignet befunden.

Steuereinnahmen und Umwegrentabilität

Regionalpolitiker und Wirtschaftsvertreter versuchen mit einer Vielzahl an Argumenten für ihre Position zu werben. Der Verbleib der Firmen in der Region würde knapp 300.000 Euro Kommunalsteuer in die klammen Gemeindekassen spülen. Zudem profitierten dutzende Zulieferbetriebe von Aufträgen. Die Firmen brächten auch Umwegrentabilität für Gastronomie und Beherbungsbetriebe durch internationale Geschäftskunden. „Wir haben ohnehin schon 400 Arbeitsplätze durch Absiedelungen in den letzten zehn Jahren verloren“, verweist Krapf auf die beschränkten Möglichkeiten Gmundens hinsichtlich Betriebsbaugebiete.

Gemeinsame Suche nach Lösungen

Als Hauptproblem stellen sich die notwendigen Zu- und Abfahrtswege dar. „Die Straßenerschließung ist im gegebenen Fall schwierig“, bestätigt Kronberger, „es darf aber nicht an 70 Metern Beschleunigungsstreifen scheitern.“

Im Gespräch signalisierten die Landesräte Strugl und Steinkellner Verständnis und Unterstützung. Nun sollen sich die von den Firmen beauftragten Verkehrsgutachter und Beamte der zuständigen Abteilungen der Landesregierung austauschen, um Möglichkeiten zu eruieren, um ein Betriebsbaugebiet entlang der Gmundner Ostumfahrung doch noch zu realisieren. Einen Termin dafür wird es in nächster Zeit geben.


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