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Gmundner Tagesmütter plädieren für mehr Wahlfreiheit in der Kinderbetreuung

Daniela Toth, 04.12.2017 07:47

BEZIRK GMUNDEN. Die passende Kinderbetreuung zu finden, ist für viele Familien nicht leicht. Oft werde die Wahlfreiheit der Eltern zusätzlich eingeschränkt – etwa durch manche Gemeinden, kritisieren die Gmundner Tagesmütter.

Foto: Steiner
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Der Verein Tagesmütter Gmunden ist seit 34 Jahren in der Kinderbetreuung aktiv und beschäftigt derzeit 35 Tagesmütter und einen Tagesvater, die auch gut ausgelastet sind. 

Gemeinden verwehren Förderzuschussbestätigung

In den letzten Jahren stelle man jedoch vermehrt fest, Eltern die Förderzuschussbestätigung der Gemeinden verwehrt wird, was die Betreuung für die Eltern wesentlich verteuert, wodurch sie oft nicht zustande kommt. Diese Information erhalte man direkt von den Eltern bzw. manchmal auch von der Tagesmutter, bei der das Kind bereits „schnuppern“ durfte.

„Die Finanzierung beruht auf drei Säulen: Eltern, Land und Gemeinde. Wenn die Gemeinde die Bestätigung nicht ausstellt, entfällt sowohl der Beitrag der Gemeinde, als auch der des Landes“, erklärt Ingrid Sturm, Geschäftsführende Präsidentin des Vereins Tagesmütter Gmunden und zugleich stellvertretende Obfrau des Tagesmütterverbandes OÖ.

Tagesmütter: mit Förderung sehr kostengünstig

Damit sei die eigentlich kostengünstige und flexible Form der Kinderbetreuung durch Tagesmütter für viele Eltern nicht leistbar. Konkret: Mit Förderungen beträgt der Stundensatz für eine Tagesmutter zwischen 0,34 und 3,33 Euro pro Kind – abhängig von der Familiengröße und vom Familieneinkommen. Ist man hingegen „Selbstzahler“ werden 7,5 Euro verrechnet.

Als Grund für die „strengere“ Praxis in manchen Gemeinden vermutet man bei den Tagesmüttern Krabbelstuben und Kindergärten, die ausgelastet werden müssen. Tagesmütter erzählen von „kreativen Amtsleitern“, die die Zustimmung verweigern, weil es „ja eh eine Oma gibt, die nach Kindergartenende auf das Kind schauen kann“. Man höre auch von manchen Eltern, dass „ein Platz im Kindergarten nur dann sicher ist, wenn vorher die Krabbelstube besucht wird“ – und eben nicht die Tagesmutter. 

„Eltern sind die Experten für ihre Kinder“

Der Verein Tagesmütter Gmunden sieht auf diese Weise die Wahlfreiheit der Eltern eingeschränkt, die „die eigentlichen Experten für ihre Kinder sind und wissen, was sie brauchen“, wie Ingrid Sturm betont. Dass viele Eltern die familiäre Struktur bei den Tagesmüttern schätzen, zeige sich auch an den hohen Auslastungszahlen, weitere Tagesmütter werden gesucht. „Im Februar starten wir eine neue Ausbildung für diesen verantwortungsvollen Beruf“, lädt Ingrid Sturm alle Interessierten ein.


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