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GMUNDEN/LINZ. Mit 444 Einsätzen hatte die oberösterreichischen Bergretter soviele Alpinunfälle zu bewältigen wie noch nie. Besondere Herausforderungen waren dabei auch wieder die Einsätze im Salzkammergut. 

444 musste die oberösterreichische Bergrettung ausrücken. Foto: Bergrettung OÖ.
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Von den dabei insgesamt 457 geborgenen Personen waren 360 verletzt und 18 tot (davon zehn im Salzkammergut), der höchste Wert seit zehn Jahren. Diese hohen Unfallzahlen sind einerseits auf das schöne Wetter im vergangenen Sommer, aber auch auf den ungebrochenen Boom im Bergsport zurückzuführen. „Setzt man die Zahlen den Trends im Alpinsport gegenüber, liegt die Unfallentwicklung unter den Wachstumsraten der Bergsportler“, sagt Bergrettung-Landesleiter Christoph Preimesberger. Drei Viertel der geborgenen Personen sind Österreicher, die häufigsten Unfallursachen sind nach wie vor das Ausgleiten, Stürzen und Stolpern im Wander- oder Pistengelände. Der klassische Einsatz im Fels und Eis macht nur einen geringen Anteil aus.

Von den Überlegungen über Strafen für unvorsichtige oder fahrlässige Unfallverursacher in den Bergen hält Preimesberger wenig: „Wir plädieren für Sensibilisierung und vermehrte Ausbildung in den Bergen. Wer bei Einsätzen dabei ist weiß, dass die verunfallten Personen schon oft durch ihre verzweifelte Situation genug gestraft sind. Zudem sollte es Räume geben, wo noch Selbstverantwortung möglich ist“.

Herausfordernde Einsätze im Salzkammergut

Im Salzkammergut musste die Bergrettung gesamt 182 zu Einsätzen in die Berge ausrücken. Dabei wurden 190 Personenvon den Bergrettern in die Täler geborgen. Für zehn Menschen kam leider jede Hilfe zu spät. Besondere Herausforderungen waren zuletzt die Sicherungseinsätze bei mehreren Waldbränden - davon der dramatischste in Hallstatt - und die Katastropheneinsätze während der extremen Schneefälle im Winter. Viele Bergrettungsmitglieder sind zudem in den Lawinenwarnkommissionen tätig. Aber auch die verschiedenen Klettersteige beschäftigten die Retter während des gesamten Jahres.

Landesweit versehen 833 Mitglieder, darunter 27 Frauen, ehrenamtlich ihren Dienst in 23 Ortsstellen. Als Bergespezialisten stehen 19 Lawinenhundeteams, 58 Canyoning-Retter und zwei Flugretter für Notarzthubschrauber bereit. Derzeit befinden sich mehr als 30 Bergrettungsanwärter in Ausbildung, obwohl hohe körperliche und rettungstechnische Kompetenzen dabei gefordert werden.


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