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ROITHAM. Die Neugestaltung des Ortskerns ist durch das „Panoramawohnen Roitham“ einen großen Schritt weiter gekommen. Aber auch in anderen Ortschaften werden – trotz Corona-Einschränkungen – Projekte umgesetzt, wie Bürgermeister Alfred Gruber im Tips-Interview erzählt.

Bürgermeister Alfred Gruber erhofft sich von den neuen Wohnungen auch eine Belebung des Ortskerns. Foto: Tóth

Tips: Das Zentrum von Roitham hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Wie soll es hier weitergehen?

Bürgermeister Alfred Gruber: Kürzlich wurde das Projekt „Panoramawohnen“ fertiggestellt – es fügt sich gut ein und wird mit den neuen Bewohnern sicher auch den Ortskern beleben. Die Gemeinde hat im Zuge der Ortskern-Neugestaltung auch den Raiffeisenplatz angekauft, der Parkplatz und der Gehsteig wurden verlegt. Wir haben aber nicht nur den Ortskern im Auge: Am Rosenweg wird zum Beispiel die Infrastruktur beim Pflegeheim gebaut – dabei sorgen wir auch für künftige weitere Wohnhäuser vor. Gleichzeitig wird das Oberflächenwasser-Problem in diesem Bereich gelöst und die Straßenbeleuchtung erneuert. In Kemating entstehen neben den acht Häusern von Etzi-Bau, die teilweise schon fertig sind, noch fünf Häuser auf den ehemaligen Hummer-Gründen; Kanal und Straßenzufahrt wurden schon gebaut. Außerdem haben wir im Sommer die Grundstückseinlösungsverhandlungen für einen Gehsteig für die Schulkinder in Kemating geführt, der 2021 errichtet werden soll. Ebenfalls geplant sind Umbau und Erweiterung des Feuerwehr-Gebäudes – ein Projekt, für das in den letzten zehn Jahren bereits mehrfach Pläne in Auftrag gegeben wurden. Es geht unter anderem um getrennte Toiletten für Frauen und Männer, eine Garderobe außerhalb der Fahrzeughalle und einen Lagerplatz für Katastrophenschutzmittel. Das Projekt bewegt sich zwischen 300.000 und 400.000 Euro. Wenn die finanziellen Mittel genehmigt werden, soll gebaut werden.

Tips: Wie laufen die Gespräche mit der ÖBB zu den Bahnübergängen?

Gruber: Derzeit wird intensiv geplant, nächstes Jahr soll begonnen werden, die fünf restlichen öffentlichen Bahnübergänge zu sichern. In der Lindacherstraße und der Sportplatzstraße soll eine Schrankenanlage gebaut werden; in Bühl, Palmsdorf und zum Haus Philipp wird eine Lichtzeichenanlage errichtet. Die Kostenverhandlungen wurden noch nicht geführt, ohne Unterstützung von Bund und Land ist eine Kostenbeteiligung von circa 50 Prozent für die Gemeinde aber nicht finanzierbar.

Tips: Wie sehr ist die Gemeinde von der Corona-Krise betroffen?

Gruber: Die Einnahmenverminderungen aus Kommunalsteuer und Ertragsanteilen sind beträchtlich. Es werden Mindereinnahmen von 450.000 bis 500.000 Euro erwartet – bei einem Budget von rund 4,5 Millionen Euro. Aus heutiger Sicht kann der Haushalt ausgeglichen werden, durch Ausgabenverminderung – wir haben Aufträge zurückgestellt – und durch eine Auflösung der Rücklagen aus den letzten Jahren. Das geht aber natürlich nur einmal.


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