Neos zum Toskana Parkplatz: "Umweltanwalt bestätigt Neos Forderungen"
GMUNDEN. In der aktuellen Diskussion rund um die geplante Errichtung eines Hotelparkplatzes auf einer Waldfläche im Bereich der Toskana-Halbinsel sehen sich die Neos Gmunden vom Umweltanwalt in ihrer Kritik bestätigt.

Die OÖ Umweltanschaft spricht sich gegen das gegenständliche Vorhaben zur Errichtung eines Parkplatzes im derzeitige mit einem Auwald bestocktem Bereich der Toskana Halbinsel aus. Die Errichtung sei in einem Naherholungs- und Überschwemmungsgebiet und sei „weder zeitgemäß noch sinnvoll“.
Im direkten Nahbereich zum bestehenden Toskana Parkplatz soll ein natürlich gewachsenes Waldgebiet für 227 Hotel Parkplätze gerodet werden. Die Neos Gmunden äußerten bereits im Vorfeld mangelnde Transparenz und die nicht Einhaltung des selbst auferlegten Klimapakts. Sie kritisieren die Vorgehensweise der Stadtgemeinde Gmunden sowie die weitere Flächenversiegelung. In ihrer Kritik sehen sie sich durch die Stellungnahme des OÖ Umweltanwaltes Martin Donat bestätigt.
Neos Gmunden - Gemeinde hat zu lange hin gewartet
„Dass das geplante Hotelprojekt Toscana zusätzliche Parkplätze braucht, ist unbestritten. Ebenso unbestritten ist auch, dass es zur geplanten Parkplatzerrichtung im Auwald im direkten Nahbereich des Schlosses Orth bessere Alternativen auf bereits versiegeltem öffentlichen Grund gibt. Die Stadtgemeinde Gmunden weiß seit über 5 Jahren von den Hotelplänen und hat in den letzten Jahren keine gesamtheitliche Lösung angestrebt und auch den Hotelprojektanten nicht maßgeblich unterstützt!“, sagt Neos Gmunden Sprecher Philipp Wiatschka und weiter: „Gmunden träumt von der Kulturhauptstadt, hat das Strandbad sowie das Kongresszentrum im direkten Nahbereich des Toskanaparkplatzes. Gmunden hat seit Jahren ein generelles Parkplatzproblem und schafft es nicht, ganzheitliche zukunftsweisende Lösungen auszuarbeiten und umzusetzen!“
„Die aktuelle Kritik an den neuen Parkplätzen in einem Auwald ist hausgemacht. Fehlende Transparenz und Unterstützung der Projektanten führt hinlänglich zu den Widerständen. Hätte man schon vor Jahren sich der Tatsache gestellt, dass ein Hotel im Toskana errichtet wird, so hätte man im Vorfeld eine zukunftsweisende Verkehrs- und Parkplatzlösung mit dem Hotelbetreiber erarbeiten können!“ Die Neos Gmunden forderten die Errichtung eines Parkhauses in Form einer begrünten Metall-Leichtkonstruktion am bestehenden Toskana-Parkplatz. Zu diesem Entschluss kam auch der Umweltanwalt Martin Donat.
Parkdeck auf bestehendem Parkplatz gefordert
Die Neos Gmunden rechnen vor. Auf dem über 10.000 Quadratmeter großen bestehenden Toskana-Parkplatz könnte man mit einem Parkdeck auf 2 bis 3 Ebenen weitere 1.500 dringend benötigte Parkplätze schaffen. „Eine weitere Flächenversiegelung könnte hinten angehalten werden. Innovative Lösungen mit einer Gastronomie auf dem obersten Parkdeck mit Fernblick wäre ein weiterer Impulsgeber. Gmunden hat diese Chance leider nicht erkannt.“, so Wiatschka abschließend.


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