EU: Diskriminierung für österreichische Salzhersteller abgewendet
EBENSEE/EU. Ein Vorschlag zur Bio-Kennzeichnung von Salz der EU-Kommission im Frühjahr ließ die österreichischen Salzhersteller aufhorchen. Denn nur Meersalz hätte eine solche Zertifizierung erlangen können. Nun können die Salzhersteller aufatmen: Der Vorschlag wurde abgewendet.

Nach den EU-Plänen vom Frühjahr, Salz eine Bio-Kennzeichnung zu verpassen, regte sich Widerstand in der heimischen Salzproduktion. Diese Zertifizierung hätte nämlich nur Meersalz erlangen können, heimische Erzeugnisse aus dem Salzkammergut hingehen nicht.
Widerstand in der EU organisiert
Gegen diese Vorgehensweise hat ÖVP-Europaabgeordnete Simone Schmiedtbauer Widerstand organisiert: Im Agrarausschuss des Europaparlaments kam es Ende Juni zu einem Einspruch und die diskriminierende Regelung wurde abgewendet. „Salz eine Bio-Kennzeichnung zu geben, macht überhaupt keinen Sinn, weil Salz als Mineral nicht 'bio' sein kann. Die EU-Kommission kann ja auch nicht darüber entscheiden, ob ein Stein 'bio' ist oder nicht. Dann aber auch noch österreichische Erzeugnisse entgegen der Fakten zu benachteiligen ist schlichtweg unfair. Meersalz benötigt lange Transportwege und kann mit Mikroplastik oder Blei verunreinigt sein, es ist nicht so rein wie unser Salz direkt aus dem Berg“, gibt Schmiedtbauer zu bedenken. “Wir konnten eine Diskriminierung für heimische Erzeuger glücklicherweise abwenden.“
Letzten Endes gelten weiterhin die bisherigen Bestimmungen, erklärt Schmiedtbauer: „Salz kann weiterhin 'bio' sein, wenn es etwa Bio-Kräuter oder andere landwirtschaftliche Bio-Erzeugnisse enthält, das bloße Mineral braucht eine solche Kennzeichnung aber jedenfalls nicht.“


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