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VORCHDORF. Mit der „Gartenzeit“ in Wolfsegg feierte im Vorjahr eine verkleinerte Form der Landesgartenschau erfolgreich Premiere. Mit einem nachhaltigen Programm rund um das Thema Hochzeit will nun Vorchdorf die Gartenzeit für das Jahr 2027 ans Land ziehen.

Teichwiese, angrenzende Teiche (Foto: Gerhard Radner)
  1 / 3   Teichwiese, angrenzende Teiche (Foto: Gerhard Radner)

Das Konzept unter dem Motto „Blütenhochzeit“ nimmt auf die beliebte Hochzeitslocation Vorchdorf Bezug, erklärt Gerhard Radner bei der Präsentation. Neben den Kitzmantelflächen und der Teichwiese (beide im Besitz der Gemeinde) sollen auch die Starzinger Wiese und die Brauerei Eggenberg mit einbezogen werden. Zusagen der Besitzer liegen bereits vor. „Insgesamt stehen damit 7,3 Hektar Fläche in Zentrumslage zur Verfügung. Das hebt uns gegenüber anderen Bewerbern heraus“, so Radner, der das über 50 Seiten umfassende Konzept mit fachlicher Unterstützung von Elke Lumetsberger, Landesinnungsmeisterin der Gärtner und Floristen, erstellt hat.

Vorchdorf will nachhaltig profitieren

Besonderes Augenmerk will man auf ein nachhaltiges Veranstaltungskonzept im sinne eines „Green Events“ legen, zudem erhofft man sich langfristige Effekte für mehr Lebensqualität der kommenden Generationen, betont Radner. So soll unter anderem die Teichwiese - in Anlehnung an eine schon vor 25 Jahren ins Auge gefasste Idee - zu einer Naherholungsoase für die Vorchdorfer werden. Geplant ist ein Bewegungspark für Familien sowie Themengärten mit Pausen- und Rastplätzen. Ein Steg über die Laudach soll die bevölkerungsreichen Ortsteile „Peslgries“/Lindacherstraße anbinden und aufwerten.

Ebenfalls langfristig profitieren könnte das Areal bei der Kitzmantelfabrik, das zu einem Kulturpark mit Parkbühne werden könnte. Weitere Ideen sind die Errichtung von Rosenpavillons für Hochzeiten oder ein Traubogen mit saisonalen Stauden und Sträuchern.

Bahnverbindung zur Brauerei Eggenberg soll reaktiviert werden

Zum Projekt passen auch die Ausbaupläne der Lokalbahnen: Unter anderem soll Eggenberg wieder über eine Haltestelle öffentlich erreichbar werden, was den Standort öffentlich an das Zentrum anbinden würde. Da bis zum Jahr 2027 barrierefreies Wagenmaterial zur Verfügung steht, wäre eine barrierefreie Erreichbarkeit der Gartenzeit von Linz und Wels aus gegeben, erläuterte Gunter Mackinger, Vorstandsdirektor der Lokalbahn Lambach – Vorchdorf-Eggenberg AG.

Positive Signale aus der Wirtschaft

Bürgermeister Johann Mitterlehner (ÖVP) zeigt sich von dem Konzept überzeugt: Es gebe ausreichend Parkplätze eine gute Anbindung an den öffentlichen Verkehr und eine vielfältige Gastronomie. Zudem stehe die Wirtschaft steht geschlossen hinter der Bewerbung. Auch Manfred Ettinger, Geschäftsführer der Gartenzeit in Wolfsegg, sieht in der Bewerbung großes Potenzial.

Entscheidung fällt Ende Mai

Das Gesamtbudget für die Umsetzung der Gartenzeit in Vorchdorf wären fünf Millionen Euro (einschließlich der Pflege der Anlagen für fünf Jahre), ein Großteil des Geldes käme von der Landesregierung.

Alle Einreichungen für die kommenden Ausgaben von Gartenzeit und Landesgartenschau werden am 24. April einem zwölfköpfigen Fachbeirat unter Vorsitz von Karl Ploberger präsentiert. Dieser wird der Landesregierung den aus seiner Sicht am besten geeigneten Standort empfehlen. Die endgültige Entscheidung über die Vergabe soll Ende Mai fallen.


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