Gmunden reduziert Zahl der Ausschüsse zwecks Sparsamkeit und Effizienz
GMUNDEN. Die Stadtgemeinde Gmunden plant, die Anzahl ihrer Ausschüsse von 16 auf zehn zu reduzieren. Dies soll eine jährliche Budgeteinsparung von etwa 15.000 Euro ermöglichen und die Entscheidungsprozesse effizienter gestalten. Eine Sondersitzung des Gemeinderates Anfang 2025 soll den neuen Vorschlag beschließen.

Die Reduktion betrifft alle Parteien: Die ÖVP verliert drei Ausschüsse, Grüne, SPÖ, FPÖ und Neos jeweils einen. Zudem geht der Vorsitz des Prüfungsausschusses von den Neos zur SPÖ. Ziel ist es, Doppelgleisigkeiten zu vermeiden und die Abläufe zu straffen. Bürgermeister Stefan Krapf von der ÖVP betont: „Jetzt ist Sparsamkeit geboten und wir wollen damit auch bei uns auf politischer Ebene selbst beginnen. Zudem wird durch diese Reduzierung die Effizienz in den Abläufen erhöht.“
Vizebürgermeisterin Ulrike Feichtinger von den Grünen verweist auf den Prüfbericht der Gemeindeaufsicht von Mai 2024, der die Maßnahme unterstützt: „Unser Ziel ist, die Kommunikation zwischen den Gremien zu vereinfachen sowie demokratisch und effizient zu politischen Entscheidungen zu kommen.“
Einsparung und neue Ausschussstruktur
Durch die Reduktion sollen Sitzungsgelder sowie zusätzliche Kosten für die Schriftführung eingespart werden. Der neue Vorschlag sieht vor, dass die ÖVP fünf Ausschüsse leitet, die Grünen zwei, während SPÖ, FPÖ und Neos jeweils einen übernehmen. Der Vorsitz des Prüfungsausschusses liegt künftig bei der SPÖ.
Mit dieser Neuregelung folgt Gmunden dem Vorbild vergleichbarer Städte wie Bad Ischl und Vöcklabruck, wo bereits mit einer geringeren Anzahl an Ausschüssen gearbeitet wird.
Unverständnis von Seiten der FPÖ
„Unverständlich ist, dass die Zuständigkeit für die Mobilitätsagenden nunmehr auf die Grünen übergeht. Obwohl auch der bisher ÖVP-geführte Mobilitätsausschuss nicht gerade auf eine Erfolgsgeschichte verweisen kann, halten wir es für völlig falsch, das Thema Mobilität den Grünen anzuvertrauen“, äußert sich Dina Fritz, Fraktionsobfrau FPÖ Gmunden und beklagt, dass die FPÖ in keinster Weise in die Überlegungen eingebunden war. Dies zeige, so Fritz, „dass in Gmunden derzeit keine Zusammenarbeit aller Fraktionen stattfindet, sondern nunmehr auf eine reine Schwarz-Grüne Politik gesetzt wird.“


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