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Salzkammergut-Seebühne: Projektanalyse soll für Zukunftsfähigkeit sorgen

Thomas Leitner, 03.12.2024 11:28

WOLFGANGSEE. Die Salzkammergut-Seebühne am Wolfgangsee war im Jubiläumsjahr ein Publikumsmagnet und ein kultureller wie wirtschaftlicher Erfolg. Nun soll eine umfassende Projektprüfung Klarheit schaffen, offene Fragen klären und die Weichen für die nachhaltige Zukunft des Leuchtturmprojekts stellen.

Seebühne am Wolfgangsee (Foto: Hörmandinger)
Seebühne am Wolfgangsee (Foto: Hörmandinger)

Die Salzkammergut-Seebühne am Wolfgangsee, das Highlight des heurigen Wolfgang-Jubiläumsjahres, hat mit ihrer ersten Spielsaison eindrucksvoll überzeugt: Über 10.000 Besucher strömten zu den ausverkauften Aufführungen des Stücks „Wolf – Das Mystical“ von Franzobel. Das Kulturprojekt erntete viel Lob und brachte touristische Impulse für die Wolfgangseeregion.

Um die Errichtung der Seebühne und die erste Spielsaison auf den Prüfstand zu stellen, wird nun eine umfassende Projektanalyse durchgeführt. Die Überprüfungsausschüsse der drei Wolfgangseegemeinden Strobl, St. Gilgen und St. Wolfgang arbeiten gemeinsam daran, offene Fragen zu klären und das Projekt weiterzuentwickeln.

„Wir wollen die Weichen für die Zukunft stellen, indem wir Transparenz schaffen und offene Punkte aufarbeiten“, erklärt Robin Raudaschl, Vorsitzender des Überprüfungsausschusses in Strobl. Die Initiative für die Analyse ging von ihm sowie seinen Kollegen Michael Hausjell (St. Gilgen) und Ronald Eichenauer (St. Wolfgang) aus. Gemeinsam haben die drei FP-Gemeinderäte einen detaillierten Fragenkatalog an die Verantwortlichen der Seebühnen-GmbH übermittelt.

Tourismus als Profiteur

„Die Seebühne hat sich als wirtschaftlicher Motor für die Region erwiesen, insbesondere der Tourismus hat heuer enorm profitiert“, betont Ronald Eichenauer. Die hohe Auslastung der Unterkünfte und die zusätzliche Frequenz in der Gastronomie unterstreichen den positiven Effekt.

Für Michael Hausjell ist vor allem wichtig, dass die Projektverantwortlichen transparent über den Ablauf und die Finanzierung des Vorhabens informieren: „Wir möchten direkt von den Geschäftsführern Antworten auf unsere Fragen erhalten – daher haben wir sie zu einer gemeinsamen Sitzung eingeladen.“

Neutraler Blick nach vorne

Die Überprüfung sei jedoch keine Suche nach Fehlern, sondern eine Chance, das Projekt langfristig abzusichern. „Es geht nicht um Skandalisierung, sondern um eine objektive Beurteilung und die Weiterentwicklung eines Leuchtturmprojekts, das der Region neue Perspektiven eröffnet“, fassen die drei Initiatoren zusammen. Die Sitzung der Ausschüsse soll bereits in den kommenden Wochen stattfinden. Bis dahin erwarten die Ausschussvorsitzenden von den Verantwortlichen der GmbH ausführliche Antworten auf den Fragenkatalog. Ziel sei es, das kulturelle Aushängeschild Wolfgangsees weiterhin erfolgreich zu positionieren.


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