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GMUNDEN. Die Zweikraftlokomotive Vectron Dual Mode von Siemens Mobility ist für Österreich und Deutschland zugelassen. Zwei Lokomotiven wurden an Stern und Hafferl Verkehr übergeben, wodurch die Flotte des Unternehmens erweitert wurde.

Die Flotte von Stern und Hafferl wurde um zwei Vectron Dual Mode Loks von Siemens Mobility erweitert. (Foto: Siemens)

Die Europäische Eisenbahnagentur hat die Lokomotive Vectron Dual Mode mit dem Zugbeeinflussungssystem ETCS Baseline 3.6 für den Betrieb in Österreich und Deutschland freigegeben. Damit sind auch grenzüberschreitende Fahrten möglich. Zwei entsprechende Fahrzeuge wurden an Stern und Hafferl Verkehr übergeben. Das oberösterreichische Verkehrsunternehmen verfügt damit über insgesamt sechs Vectron Dual Mode Lokomotiven.

Der Vectron Dual Mode kombiniert elektrischen Betrieb mit Dieselantrieb und kann auf elektrifizierten und nicht elektrifizierten Strecken eingesetzt werden. Die Lokomotiven sind mit dem europäischen Zugsicherungssystem ETCS ausgestattet. „Wir haben früh das Potenzial der Vectron Dual Mode Lokomotiven erkannt und uns bewusst dafür entschieden. Die nun erteilte österreichweite Zulassung und die vollständige Übergabe aller sechs Lokomotiven sind für uns ein wichtiger Meilenstein. Sie ermöglichen einen durchgängigen, effizienten Betrieb bis auf die letzte Meile und leisten einen wichtigen Beitrag zu einem umweltbewussten Güterverkehr – mit dem Ziel, noch mehr Transporte von der Straße auf die Schiene zu verlagern und unsere Region nachhaltig zu stärken“, sagt Günter Neumann, Geschäftsführer von Stern und Hafferl Verkehr.

Mehr Flexibilität auf der Schiene

Auch weitere Betreiber in Österreich profitieren von der neuen Länderzulassung. Insgesamt wurden 20 Lokomotiven des Typs an verschiedene Unternehmen verkauft. Rund 74 Prozent des österreichischen Bahnnetzes sind elektrifiziert, besonders im ländlichen Raum sind Dieselstrecken weiterhin notwendig. Der Vectron Dual Mode ermöglicht einen durchgehenden Betrieb ohne Lokwechsel und soll damit den Güterverkehr effizienter machen.

Technische Eckdaten

Die Lok basiert auf der Vectron-Plattform, verfügt über eine Spurweite von 1.435 Millimetern, ein Dienstgewicht von 90 Tonnen und ist für das 15 kV AC-Spannungssystem ausgelegt. Die Leistung beträgt 2.000 kW, der Dieseltank fasst 2.600 Liter, die zugelassene Höchstgeschwindigkeit liegt bei 160 Kilometer pro Stunde. Eine Variante für zusätzlich 25 kV AC ist erhältlich. „Weiterfahren, wo andere nicht mehr können: Das ist der Vectron Dual Mode. Mit innovativer Technologie steigern wir die Leistungsfähigkeit der Bahn auch auf nicht-elektrifizierten Strecken“, sagt Tanja Kienegger von Siemens Mobility Austria.


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