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Hallstatt-Brücke: 4,9-Millionen-Sanierung soll Engstelle am See bis Sommer 2027 fit für die Zukunft machen

Thomas Leitner, 12.03.2026 16:01

HALLSTATT. Die Weltkulturerbe-Gemeinde bekommt ein millionenschweres Infrastruktur-Update. Das Land Oberösterreich saniert die Halbbrücke samt Quellenüberbrückung.

Hallstatt im Salzkammergut (Foto: Tom Leitner)
Hallstatt im Salzkammergut (Foto: Tom Leitner)

Die Halbbrücke an der L548 Hallstattstraße wird zum nächsten großen Infrastrukturprojekt im inneren Salzkammergut. Das Land Oberösterreich investiert rund 4,9 Millionen Euro in die umfassende Instandsetzung und Verstärkung des rund 120 Meter langen Bauwerks sowie der direkt angrenzenden Quellenüberbrückung. Die dafür nötige Mehrjahresverpflichtung hat der Oö. Landtag jetzt beschlossen. Damit ist der Weg für ein Projekt frei, das für Hallstatt wegen seiner Lage direkt am See und der sensiblen Verkehrssituation von zentraler Bedeutung ist.

„Mit der Sanierung sichern wir langfristig die Infrastruktur an der Hallstattstraße und stellen sicher, dass die Brücke künftig ohne Traglastbeschränkung befahren werden kann“, betont Infrastruktur-Landesrat Günther Steinkellner (FPÖ).

Brücke aus den 1950ern stößt an ihre Grenzen

Die Halbbrücke und die etwa fünf Meter lange Quellenüberbrückung stammen aus den 1950er-Jahren. Nach rund sieben Jahrzehnten zeigen beide Bauwerke deutliche altersbedingte Schäden. Auch die bestehende Traglastbeschränkung von 14 Tonnen und die nur rund fünf Meter breite Fahrbahn passen längst nicht mehr zu den heutigen Anforderungen.

Mit der Sanierung soll die Strecke künftig wieder ohne Traglastbeschränkung befahrbar sein. Geplant ist unter anderem eine Verstärkung der Tragwerksplatte. Zusätzlich werden neue Bohrpfähle tief im tragfähigen Felsen hergestellt, um die Pfeiler zu sichern und die Belastbarkeit deutlich zu erhöhen. Auch die Quellenüberbrückung erhält eine neue Tragwerksplatte auf einer neu errichteten Pfahlgründung.

Bau unter schwierigsten Bedingungen

Besonders heikel ist die Umsetzung. Wegen der engen örtlichen Verhältnisse und fehlender Umleitungsstrecken müssen die Arbeiten bei laufendem Fußgängerverkehr und mit gesicherter Erreichbarkeit für Anlieferungen erfolgen. Genau das macht das Projekt in Hallstatt so anspruchsvoll. Der Baustart ist vorbehaltlich der finalen Genehmigungen für Oktober 2026 vorgesehen.

Die Fertigstellung ist laut Land in Abstimmung mit Gemeinde und Tourismus bis Ende Juni 2027 geplant. So sollen die Sommermonate, in denen Hallstatt besonders stark besucht ist, möglichst wenig beeinträchtigt werden.


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