Ötscher und Hochkar präsentieren touristischen Visionen

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Michael Hairer Online Redaktion, 19.10.2019 13:13 Uhr

BEZIRK SCHEIBBS. Insgesamt neun niederösterreichische Bergerlebniszentren haben ihre touristischen Standortentwicklungspläne neu durchdacht und bewertet. Die Konzeptideen wurden nun vorgestellt. 

Das aus ecoplus Regionalfördermitteln finanzierte „Bergerlebnis in Niederösterreich – BIN 2023“ steuert und koordiniert die touristische Entwicklung an neun ausgewählten Standorten: Annaberg und Mitterbach am Erlaufsee (beide Bezirk Lilienfeld), Lackenhof am Ötscher und Göstling an der Ybbs sowie im Bezirk Neunkirchen St. Corona am Wechsel, Mönichkirchen, Puchberg am Schneeberg, Reichenau an der Rax und Semmering. „BIN 2023“ wird von ecoplus, der Wirtschaftsagentur des Landes Niederösterreich bzw. deren Tochtergesellschaft Niederösterreichische Bergbahnen – Beteiligungsgesellschaft m.b.H. (NÖ-BBG), in enger Partnerschaft mit den neun Gemeinden umgesetzt, die sich alle dazu bekannt haben, ihre touristischen Standortentwicklungspläne grundlegend zu überarbeiten oder neu zu entwickeln. Dieser Prozess startete zu Beginn dieses Jahres. Nun liegen erste Konzepte vor, diese wurden Wirtschaft- und Tourismuslandesrätin Petra Bohuslav (ÖVP) vorgestellt.

„In jedem der neun Bergerlebniszentren wurde eine Stärken-Schwäche-Analyse durchgeführt, die touristische Vision der einzelnen Gemeinde erarbeitet, die strategische Positionierung und mögliche neue Zielgruppen definiert und ein konkreter Maßnahmen- bzw. Projektplan aufgesetzt. Dabei sind tolle und innovative Ideen entstanden. Viele davon können dazu beitragen, die Regionen touristisch und wirtschaftlich weiter aufblühen zu lassen. Nun geht es um die konkrete Ausarbeitung der Projekte. Hier wünsche ich den Gemeinden viel Erfolg“, betont Bohuslav.

Bei den Visionen setzt jedes Bergerlebniszentrum eigene Schwerpunkte. So will Annaberg vor allem „Erlebnisse in/mit/von/durch die Natur“ bieten, Mitterbach am Erlaufsee will sich als „Naherholungsgebiet für die Einheimischen und Fernerholungsgebiet für die Bevölkerung der Ballungszentren“ positionieren. Lackenhof am Ötscher setzt auf Ganzjahrestourismus und will für die Gäste ein „4-Jahreszeiten-Erlebnis“ schaffen. Göstling an der Ybbs will die Orte Göstling, Lassing und Hochkar in einer gemeinsamen Strategie touristisch verbinden. Unter den Schlagwörtern „traditionell, nachhaltig und natürlich“ setzt Mönichkirchen ganz auf die „Erlebnisalm“ und das ebenfalls ganzjährig. Der Ganzjahrestourismus ist auch Schwerpunkt der Vision in Puchberg am Schneeberg, wo man das Natur- und Bergerlebnis noch stärker inszenieren möchte. Reichenau an der Rax setzt auf die Berg-, Kultur-, Natur- und Architektur-Schauplätze, die man mit „zeitgemäßer Mobilität erlebbar machen will“. Der Semmering will zur Denkfabrik werden und gleichzeitig neben dem etablierten Sporterlebnis auf Kultur und Mobilität für alle Altersschichten setzen. St. Corona am Wechsel will die „unendlichen“ Möglichkeiten des Berges betonen und die „Gemütlichkeit, Persönlichkeit und Gastfreundlichkeit“ der Region noch stärker betonen.

„Nun geht es darum, die Projektideen auszuformulieren, die Details auszuarbeiten und auf Praktikabilität und Umsetzbarkeit zu überprüfen. Gemeinsam mit den Förderstellen wollen wir hier als Land Niederösterreich weiterhin ein starker Partner der Bergregionen in Niederösterreich sein und diese gemeinsam fit für die Zukunft machen. Mit den vorliegenden Visionen wurde ein erster wichtiger Schritt in diese Richtung gemacht“, so Bohuslav abschließend.

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