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GRAFENEGG. Mit Ende Oktober werden die Bauarbeiten am Hochwasserschutz des Kamp Unterlaufs abgeschlossen. Derzeit sind noch Restarbeiten beim Absperr- und Pumpwerk am Mühlkamp durchzuführen. Die Erdarbeiten an den neu errichteten Dämmen wurden bereits im Sommer fertiggestellt.
 

V.l.: VP-Bürgermeister Anton Pfeifer (Grafenegg), Carina Liska und Kurt Hinteregger (HABAU), VP-Bürgermeister Franz Brandl (Gedersdorf) und Christian Barth (HYDRO-Ingenieure).

Der Hochwasserschutz am Kamp im Unterlauf ist hinsichtlich seiner Längserstreckung eines der größten Schutzprojekte in Ostösterreich und musste daher einer Umweltverträglichkeitsprüfung unterzogen werden. Es erstreckt sich beidseitig des Kamp von der ÖBB Brücke in Hadersdorf bis nach Jettsdorf auf einer Länge von etwa 8,5 Kilometern und stellt den Hochwasserschutz von fünf Gemeinden her: Grafenegg, Gedersdorf, Grafenwörth, Hadersdorf und Rohrendorf.

Nach der positiven Beurteilung des Projekts durch die UVP-Behörde im Jahr 2006 wurde der Hochwasserschutz nördlich der S5 in zwei Phasen umgesetzt. In der Phase 1 wurde in den Jahren 2008 bis 2011 das alte, kampnahe Dammsystem saniert. Dabei wurden die Dämme auf den aktuellen Stand der Technik gebracht und eine Grundschutz bis ca. HQ10 hergestellt.

In der Phase 2 wurden ab 2012 das nunmehr vor der Fertigstellung stehende abgerückte Dammsystem errichtet, welches den HQ100-Schutz der Gemeinden sicherstellt. Die Dämme wurden über weite Strecken entlang von Wegen sowie mit flachen Böschungen ausgeführt, die auch zukünftig landwirtschaftlich genutzt werden können. Damit konnte der Verbrauch an Flächen möglichst gering gehalten werden.

Für die Umsetzung des Projektabschnittes mussten insgesamt circa 350.000 m³ Schüttmaterial zugeführt werden. Weiters war für den Dammbau auf  35 Hektar landwirtschaftlicher Flächen der Humus abzutragen und nach erfolgter Dammschüttung der Mutterboden wiederherzustellen. Das erforderliche Transportaufkommen bzw. die notwendigen LKW-Fahrten führten notgedrungen zu Belastungen in den Gemeinden, die durch die gezielte Wegführungen möglichst reduziert wurden und nunmehr der Vergangenheit angehören.

Die Errichtungskosten für beide Phasen belaufen sich auf insgesamt rund  20 Millionen Euro. Die Kosten werden von Bund und Land gefördert. Der Interessentenanteil wird über einen Kostenschlüssel durch die fünf Gemeinden getragen.


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