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Nach Brand in Pflegeheim: Alle neun Verletzten wieder wohlauf

Leserartikel Elisabeth Zeilinger, 29.02.2016 15:41

GRAMASTETTEN. Nach dem verheerenden Großbrand im ARCUS-Wohnheim vor rund einer Woche in Gramastetten kehrt langsam wieder Ruhe ein.

Foto: Pressestelle BFK UU/ Herbert Denkmay/Max Kastner
Foto: Pressestelle BFK UU/ Herbert Denkmay/Max Kastner

Bei dem tragischen Unglück kam ein 67-jähriger Heimbewohner ums Leben, neun weitere wurden verletzt. „Alle Verletzten sind wieder aus dem Krankenhaus zu uns ins Pflegeheim zurückgekehrt und den Umständen entsprechend wieder wohlauf“, sagt Heimleiterin Andrea Hofer. Das Todesopfer Josef K. wurde am Montag von den restlichen Bewohnern verabschiedet. „Ein schwerer, aber wichtiger Schritt für die Überlebenden“, sagt Hofer.

„Rettungskette hat funktioniert“

Die Hälfte aller Bewohner des Heims für Menschen mit Beeinträchtigungen sind bettlägrig, daher hätte das Unglück noch viel schlimmer ausgehen können. ARCUS-Geschäftsführer Franz Stadlbauer war vor Ort: „Es ist ein Unglück“, sagt er – und dennoch ist er erleichtert, dass die Rettungskette so gut funktioniert hat und bis auf eine Person alle Bewohner von den Mitarbeitern und Feuerwehr-Kräften rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden konnten.

Die Wohneinrichtung für Menschen mit psychosozialem Betreuungsbedarf besteht aus einem Haupt- und einem Nebengebäude. Die Flammen haben das Hauptgebäude mit den 19 Wohnplätzen unbewohnbar gemacht. „Wir haben für alle Betroffenen die weitere Betreuung organisiert“, erklärt Stadlbauer. „Im Nebengebäude wurden die Einzelzimmer zu Doppelzimmern umfunktioniert, ebenso in einer Wohngemeinschaft. Weitere Personen werden im Altenheim Gramastetten bzw. im Wohnheim St. Severin in Sarleinsbach untergebracht“, erklärt der Arcus-Chef. Wichtig war ihm, dass die Menschen so weit wie möglich in der gewohnten Umgebung bleiben können.


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