Wirtschaft in Urfahr-Umgebung wird einen „Krieg um Talente“ führen
?
Gramastetten/Bezirk. Urfahr-Umgebung gilt als fruchtbarer Boden für erfolgreiche Unternehmen. Doch bleibt das auch weiterhin so? Unternehmer und Betriebe aus derRegion Mühlviertel sehen viele Herausforderungen, um auch in Zukunft gewinnbringend wirtschaften zu können.

Ganz im Sinne von „gemeinsam sind wir stark“ tagten 25 regionale Wirtschaftstreibende und Landesrat Michael Strugl bei Fenster Schmidinger in Gramastetten mit dem Ziel, Problemstellungen aufzuzeigen und Lösungsansätze zu diskutieren. Die einzelnen Einschätzungen über den Wirtschaftsstandort Mühlviertel könnten besser sein. Die Unternehmen sehen viel Handlungsbedarf bei der eigenen Weiterentwicklung und bei der Politik: Laut Einschätzung der teilnehmenden Unternehmer stellt die Bürokratie und die übergeordnete Regulierung, vor allem betreffend der Arbeitszeitenregelungen, eine enorme Belastung für heimische Betriebe dar. Außerdem steuern wir einem „Krieg um Talente“ hinsichtlich Arbeitkräftebeschaffung zu. Es wird zusehends schwieriger, qualifizierte Mitarbeiter zu rekrutieren. Im Jahr 2020 werden in Oberösterreich laut Fachkräftemonitor 40.000 Arbeitskräfte fehlen. Auch die Firma Schmidinger sieht diesen Trend als realistisches Zukunftsbild: „Wir beschäftigen uns schon länger mit der Employer Branding Thematik. Wir bei Schmidinger konzentrieren uns auf unsere Werte, die vor allem die Mitarbeiterzufriedenheit und regionale Qualität in den Fokus rücken. Aus unserer Sicht wird Nachhaltigkeit im Bezug auf Mensch und Natur ein immer wichtiger werdender Entscheidungsfaktor für den Kauf von Produkten und bei der Wahl des Arbeitgebers“, erklärt Geschäftsführer Florian Schmidinger. Doch auch die Politik und die Bildungssysteme sind gefragt, jetzt Maßnahmen zu treffen, die jungen Menschen auf den richtigen Berufsweg verhelfen, wie etwa mit Potenzialanalysen und einerTalentförderung.
Problem der Auspendlerquote
Auch der ÖVP-Spitzenkandidat für das Mühlviertel, Wirtschaftslandesrat Michael Strugl, sieht die Probleme der heimischen Unternehmen ähnlich: „Unsere Betriebe stehen in einem harten Wettbewerb. Daher brauchen wir einen schlanken Staat mit weniger Bürokratie sowie Standortbedingungen, die einen fairen Wettbewerb und unternehmerisches Leistungsdenken ermöglichen. Weiters saugt die hohe Auspendlerquote das regionale Arbeitskräftepotenzial ab. Daher müssen wir dafür sorgen, dass Unternehmen in Urfahr-Umgebung auch für Lehrlinge aus dem Zentralraum attraktiv werden. Das sichert die Fachkräfte von morgen für den Bezirk.“


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden