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GREIN. Im Stadtkino Grein fand im Rahmen der Donaufestwochen im Strudengau am 8. August eine Lesung mit Ruth Oberhuber, Peter Gstöttmaier und David Sylvester Marek – alle drei sind „Ohrenschmaus“-  Literaturpreisträger – statt. Musikalisch begleitet wurde die Lesung vom Duo Limoncelli (Judith Fröschl und Lida Limmer).

Christian Hochgatterer, Peter Gstöttmaier, Ruth Oberhuber und David Sylvester Marek mit dem Duo Limoncelli (Foto: maf)

Die Literaten beeindruckten mit prämierten und aktuellen Texten. David Sylvester Marek eröffnete das Programm mit höchst vergnüglichen Ausschnitten aus seinem „Geheimnisgeschichtenlexikon“. Ruth Oberhuber schreibt, malt und ist in der Gallneukirchener Theatergruppe Malaria aktiv. In ihren Arbeiten „tanzt die Seele“, aber auch aktuelle Themen wie „die neue Bundeskanzlerin“ finden sich in ihrem Schaffen. Peter Gstöttmaier beschreibt als Autor auf poetische Weise seine Lebenswelt. Der Waldhausener war Jahrzehnte lang in der Außengruppe der Lebenshilfe Grein in der Pflege von Grünanlagen tätig. Seinen Abschied von der Außengruppe hat er lyrisch in „Ih sog zum Abschied leise Servus“ verarbeitetet. Großen Stellenwert im Leben des 57-Jährigen  stellt die Selbstbestimmtheit dar, was auch in seinen Texten Ausdruck findet. Für „Söbstständi“ erhielt er seinen ersten Lyrik-Preis.

Literaturpreis

Der Literaturpreis „Ohrenschmaus“ soll Literaten mit Lernbehinderung und Schreibtalent motivieren ihr Talent und ihre Leidenschaft zum Schreiben weiterzuverfolgen. Der Preis wird von einer Jury um den Literaten Felix Mitterer vergeben – und orientiert sich ausschließlich an inhaltlicher Qualität, wie Mitterer betont: „Kein Mitleidsbonus, keine Peinlichkeit, nur Literatur!“  Franzobel, Herausgeber des Buchs „Das Geheimnisgeschichtenlexikon des David Sylvester Marek“, schreibt in seinem Vorwort: „David Sylvester Mareks Texte zählen zum Eigen-artigsten, Unverständlichsten, aber auch Faszinie-rends-ten, Geheimnisvollsten und Poetischsten, was ich je gelesen habe.“


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