GRIESKIRCHEN/TOLLET. Mit der Ausstellung „Glaube, Liebe, Frieden“ im Schloss Tollet wird dem bedeutenden Grieskirchner Kunstschmied, Lyriker und Philosophen Wolfgang Pöttinger eine umfassende Hommage gewidmet. Vernissage ist am Donnerstag, 30. April 2026, 19 Uhr.

Die Schau würdigt nicht nur sein künstlerisches Werk, sondern auch sein vielfältiges Wirken als Gemeindepolitiker, Mentor und Impulsgeber für zahlreiche Kulturinitiativen in der Region und darüber hinaus. Pöttinger (1932 - 2005) , der international Anerkennung für seine handwerklichen und literarischen Arbeiten erlangte, prägte die Kulturlandschaft maßgeblich durch seine Persönlichkeit und seinen Unternehmergeist. So war er bereits in den 1960er-Jahren im Kulturzentrum Schloss Parz aktiv, gründete Mitte der 1970er-Jahre den Verein „Club Alternative“ mit und unterstützte den Kulturverein Roßmarkt 1 in wichtigen öffentlichen Auseinandersetzungen.
„Der ,Stern der Hoffnung 3. Jahrtausend‘ war sein bedeutendstes Werk mit circa 3.000 Arbeitsstunden. Aus meiner Sicht ist es vom Schwierigkeitsgrad in der Schmiedekunst weltweit bisher unerreicht. Es befindet sich in der Sankt-Laurenz-Basilika in Enns-Lorch im Kirchenraum“, sagt sein Sohn Laurenz Pöttinger. „Gerade dieses Werk war ihm ein ganz großes Anliegen. Er war unermüdlich ein Kämpfer für den Frieden auf dieser Welt.“ Aufgrund der Tatsache, dass sein Vater ursprünglich Priester werden wollte, habe er oftmals sehr viele christliche Symbole in seine Werke eingebaut. Seine Vision sei der völkerverbindende Friede der Weltreligionen gewesen.
Ein weiterer Höhepunkt ist die Sonntagsmatinee am Sonntag, 17. Mai, 11 Uhr: Thomas Eichhorn-Spiessberger, bekannt aus Radio und Fernsehen, präsentiert Lieder, Texte, Aphorismen und Anekdoten aus Pöttingers Leben. Die Ausstellung ist mittwochs von 16 bis 20 Uhr sowie an Samstagen, Sonn- und Feiertagen von 13 bis 17 Uhr geöffnet. Individuelle Termine können unter 0664 4623711 vereinbart werden.


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