13 Grieskirchner Gemeinden sagten „Ja“: Standesamtsverband offiziell gestartet
GRIESKIRCHEN. „Kräfte bündeln – Effizienz steigern“: Unter diesem Motto haben sich 13 Gemeinden des Bezirkes Grieskirchen das Ja-Wort gegeben. Sie verschmelzen in standesamts- und staatsbürgerschaftlichen Angelegenheiten zu einem Verband mit Sitz in der Bezirksstadt. Den Vorsitz hat Bürgermeisterin Maria Pachner inne, zur Leiterin wurde Gerlinde Glasner bestellt.

Gestartet wurde die Verbandsarbeit mit Jahresbeginn. Am 8. Jänner fand die konstituierende Sitzung mit den Bürgermeistern, Amtsleitern und Standesbeamten der Verbandsgemeinden statt.
Was sich für die Bürger ändert
Grundsätzlich sind die Änderungen für die Bürger kaum spürbar. Die Ausstellung von Urkunden ist weiterhin in der Heimatgemeinde möglich. Auch den Bund der Ehe kann man wie bisher daheim oder in jeder anderen Gemeinde schließen. Lediglich die Ermittlung der Ehefähigkeit muss am Verbandssitz Grieskirchen erledigt werden. Maria Pachner und Gerlinde Glasner sehen viele Vorteile: „Dabei geht es keinesfalls darum, den Gemeinden Arbeiten und Kompetenzen wegzunehmen, es geht vielmehr darum, dieses spezifische Verwaltungssegment durch einschlägig geschulte und routinierte Fachkräfte abzudecken. Das Standesamt Grieskirchen hat jährlich etwa 1.000 Personenstandsfälle (Geburten, Sterbefälle und Eheschließungen) zu beurkunden. In kleineren Gemeinden sind oft nur wenige Fälle zu bearbeiten, wodurch es schwierig ist, in der Materie „am Ball zu bleiben“.
Räumlichkeiten im Zentrum 2010
Für den neuen Verband wurden zusätzliche Räumlichkeiten im Zentrum 2010 (Untergeschoß der Bibliothek „Lesefluss am Gries“) adaptiert. Eine Vollzeitbedienstete und vier Teilzeitmitarbeiterinnen sind für alle Agenden zuständig. Die Personalkosten für die zusätzlichen Mitarbeiter werden im Verhältnis der Einwohner auf die verbandsangehörigen Gemeinden aufgeteilt. Die Investitionskosten werden vom Land Oberösterreich gefördert.
13 Gemeinden dabei
Zum Standesamtsverband gehören: Aistersheim, Grieskirchen, Hofkirchen, Kematen, Michaelnbach, Neumarkt, Pötting, Pollham, St. Georgen, St. Thomas, Tollet, Waizenkirchen und Wendling.


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