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"Der Hausruck ruckt' zam": So sind die Gäste in Krisenzeiten für ihre Wirte da

Sabrina Lang, 01.04.2020 09:53

BEZIRK GRIESKIRCHEN/EFERDING. Besonders hart treffen die Maßnahmen der Regierung zur Eindämmung des Corona-Virus die heimische Gastronomie. Die Küchen bleiben kalt, die Gasträume leer und auch das Bier verbleibt im Zapfhahn. Viele Betriebe leiden stark unter der Schließung, nicht wenigen droht das Aus. Eine eigene Internetplattform, ins Leben gerufen von der Grieskirchner Brauerei, will jetzt helfen. Wirt und Gäste will man so auf eine andere Art wieder „zusammen rücken“ lassen.

Damit die Wirtshauskultur auch nach der Krise noch genossen werden kann - dafür wurde die Plattform gegründet. Foto: Weihbold

Die Idee hinter der Internetplattform www.hausruck-ruckt-zam.com ist, dass man die heimische Wirtelandschaft unterstützen und die Wirtshauskultur erhalten will. Und es funktioniert so: Gäste können ihren Lieblingswirt vorschlagen. Der Betrieb wird dann von der Brauerei nach Rücksprache mit dem Gastronomen auf der Plattform gelistet und Gäste können ganz einfach Gutscheine des jeweiligen Gasthauses bestellen. So könne man die Wirte jetzt auch in der Krise unterstützen. Die Gutscheine können natürlich zu einem späteren Zeitpunkt eingelöst werden. „Ja es soll eine Unterstützung sein“, erklärt der Inhaber der Grieskirchner Brauerei Marcus Mautner Markhof. Seine Tochter und sein Schwiegersohn hatten am Wochenende die Idee geboren und auch gleich in die Tat umgesetzt. „Wir werden zwar keinen Wirten mit dieser Aktion retten können, weil die laufenden Kosten sind für einen Gasthausbetrieb ganz andere. Aber man kann dem Gastronomen ein gutes Gefühl vermitteln, wenn er merkt, da gibt es Stammgäste, die an ihn denken. Man tut etwas für die Seele der Wirte, die aktuell eh schon so zerknittert ist“, so Mautner Markhof.

„Jeder Wirt ist wichtig“

Die Grieskirchner Brauerei tritt dabei als reiner Vermittler auf. Dem Brauerei Chef ist auch wichtig, dass jeder Wirt im Hausruckviertel vorgeschlagen werden kann, auch jene, die ein anderes Bier ausschenken. „Wir sind froh, wenn wir die Wirte erhalten können, auch wenn sie ein anderes Bier haben, jeder Wirt ist wichtig. Wir alle leben von der Wirtshauskultur“, meint Mautner Markhof.

Corona trifft Grieskirchner Bier

Momentan gehe es der Grieskirchner Brauerei noch relativ gut, wie Inhaber Mautner Markhof erklärt. Allerdings: „Es trifft uns wirklich mit der vollen Breitseite, denn die wichtigste Kundengruppe bricht mit den Wirten weg“. Im April erwartet man bei der Brauerei einen Umsatzrückgang von 70 Prozent. „Wenn bei Gastwirten aber 100 Prozent vom Umsatz wegbrechen ist das natürlich noch viel schlimmer“. In der Brauerei wurde Kurzarbeit in maximalem Ausmaß angemeldet. Im Handel laufe der Verkauf relativ normal, meint Mautner Markhof. Schmerzhaft sei natürlich auch, dass jede Maifeier und viele große Feste durch die Corona-Krise nicht stattfinden können. „Das tut wirklich weh“, meint der Brauerei-Chef. 

Weitere Infos: www.hausruck-ruckt-zam.com

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