Ganz gleich? So geht es Menschen mit Beeinträchtigung in der Krise

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Sabrina Lang Sabrina Lang, Tips Redaktion, 20.10.2020 14:14 Uhr

GRIESKIRCHEN. Menschen mit Beeinträchtigung erzählen, wie es ihnen in der Corona-Krise ergeht und was sie sich von der Gesellschaft wünschen. Vor allem eines: gleich sein.

„Wir sind alle gleich. Auch in der Krise?“ - Diese Frage haben sich viele Menschen mit Beeinträchtigung und psychischen Erkrankungen während der Corona-Krise gestellt. Sie werden generell als schützende Risikogruppe gesehen und somit mit Personen in Seniorenheimen gleichgestellt. Beim Inklusionstalk der Plattform „Ganz Gleich“ sprachen Betroffene über ihre Erfahrungen. Die Gesprächsrunde wurde live im Internet übertragen.

„Ich war ganz alleine“

„Ich durfte keine Freunde besuchen, nicht arbeiten, nicht ins Kaffeehaus oder ins Kino. Ich war ganz alleine in der Wohngruppe, alle anderen waren bei ihrer Familie“, erzählt Roland Öllinger. Von ganz gleich in der Krise könne auch laut Gerald Laufenböck, Bewohner im Assista Altenhof, keine Rede sein. „Die Schutzmaßnahmen waren die gleichen wie in einem Pflegeheim, dabei wurde nicht gesehen, dass es viele Bewohner bei Assista gibt, die selbstbestimmt sind, die ihr Leben selbst gestalten. Wir aber durften die Einrichtung nicht verlassen.“

„Wir sind alle gleich“

Auch Sabine Nehmer von St. Pius meint: „Wir hatten oft das Gefühl, zu sehr beschützt zu werden“. Schlimm findet Michael Zehetner-Grasl vom Jokerhof Tollet, dass beeinträchtigte Menschen oft ausgeschlossen werden. „Mich nervt, wenn Menschen mich ausschließen oder davon laufen. Aber ich bin auch nur Mensch, wir sind alle gleich“.

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