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Leserbrief von Andja Sipura-Jaksic und dem Organisatoren-Team von „Grieskirchen ist frei“ zum Leserbrief von Bürgermeisterin Maria Pachner über die Corona-Spaziergänge in Grieskirchen.

Foto: Minvera Studio/shutterstock.com
Foto: Minvera Studio/shutterstock.com

Danke liebe Bürgermeisterin Maria Pachner für Ihre offene Stellungnahme bezüglich der Spaziergänge in Grieskirchen! Mit diesem Schreiben ermöglichen Sie uns, Stellung zu beziehen und Klarheit zu schaffen. In vielen Punkten stimmen wir mit Ihnen überein. Demokratie ist ein hohes Gut, das wir sorgfältig bewahren und schützen müssen! Genau das ist auch unser Anliegen. Wir möchten allerdings Ihrem Eindruck widersprechen, dass überwiegend Menschen von auswärts kommen! Wir sind mehrheitlich Einzelpersonen, Familien, Unternehmer jeglichen Alters aus den unterschiedlichsten Ortschaften des Bezirkes Grieskirchen und haben bewusst den Spaziergang und die Kundgebungen am Kirchenplatz in Grieskirchen, unserer Bezirkshauptstadt, gewählt. Natürlich äußern wir unseren Unmut, da unsere Grund- und Freiheitsrechte schwer gefährdet sind und erlauben uns, die Gefährlichkeit und die damit verbundenen Maßnahmen in Frage zu stellen. Was wir uns wünschen, ist ein sachlicher Diskurs mit der Politik. Wir fordern evidenzbasierte und nachvollziehbare Maßnahmen und Lösungen, unter denen keiner leiden muss. Wir erlauben uns, Sie darauf hinzuweisen, dass es bis dato noch keine Triage in den Corona-Abteilungen der Krankenhäuser gab – aktuell sind mehr als genug Intensivbetten in Österreich verfügbar. Wo es allerdings bereits zu Triage-Situationen gekommen ist, sind die Kinderpsychiatrien. Und es ist Konsens bei vielen Psychologen, dass die psychischen Folgeschäden für Kinder unabschätzbar sind. Darüber hinaus fordern wir eine offene Debatte, ob das jetzige politische System zu einer direkten Demokratie gewandelt werden sollte, da uns die bestehenden Strukturen nicht vor den undemokratischen Verordnungen geschützt haben, die Monate später, bis auf wenige Ausnahmen, vom österreichischen Verfassungsgericht gekippt werden.Auch wir schätzen den Einsatz aller Beteiligten, die tagtäglich mit den Auswirkungen der derzeitigen Lage zu kämpfen haben und unter diesen Umständen ihren Dienst versehen müssen. Man darf aber nicht voraussetzen, dass die von Ihnen genannten Schlüsselkräfte allen Maßnahmen kritiklos zustimmen und jede Verordnung mit Überzeugung unterstützen. Wir erleben als Bevölkerung eine noch nie dagewesene Spaltung und fordern, dass auch unsere Seite gehört wird! Nur gemeinsam schaffen wir es, wieder aus dieser Krise herauszukommen!


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