Für neuen Gehsteig: Diskussion um Baumfällung im Stadtgebiet

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Die Straßenbauarbeiten schreiten voran – bald sollen die Bäume weichen. Allerdings regt sich Widerstand in der Gemeinde. (Foto: Privat)
Die Straßenbauarbeiten schreiten voran – bald sollen die Bäume weichen. Allerdings regt sich Widerstand in der Gemeinde. (Foto: Privat)
Lisa Hackl Lisa Hackl, Tips Redaktion, 25.07.2021 18:12 Uhr

PEUERBACH. Vier Ahornbäume im Bereich des Peuerbacher Pfarrheims sollen für die Fahrbahn-erneuerung und einen zweiten Gehsteig geopfert werden. Nicht einsehen wollen das eine Gruppe von Peuerbachern und der Naturschutzbund. Bürgermeister Wolfgang Oberlehner (ÖVP) relativiert: Es werden vier neue Bäume gepflanzt.

Eine Erneuerung der Fahrbahn und die Installation eines zweiten Gehweges vom Alten- und Pflegeheim und vom Kindergarten ausgehend seien der Grund, warum vier Bäume in der Stadt gefällt werden sollen. Für Unverständnis sorgt diese Maßnahme bei einer Gruppe von Peuerbachern, denn man würde nur zusätzliche Bodenversiegelung betreiben, ohne einen Zusatznutzen erkennen zu können. Man müsse gegen Hitzesommer, Überschwemmungen und sinkenden Grundwasserspiegel vorgehen und diese Anzeichen von Klimawandel nicht begünstigen, meint die Gruppe an Kritikern rund um Maria Beyer, Brigitte Beyer, Silvia Standhartinger. „Derartige Bestrebungen dürften bis dato noch nicht bis Peuerbach durchgedrungen sein“, sagen sie. Auch beim Naturschutzbund will man die geplante Baumfäll-Aktion nicht verstehen: „Anscheinend sind sich viele Bürgermeister und Gemeindevertreter noch immer nicht bewusst, welch wichtige Funktion Grünanlagen und Bäume für das Klima in Städten und kleineren Gemeinden spielen“, sagt Naturschutzbund-Obmann Josef Limberger. Trotzdem man die Auswirkungen der Klimaerwärmung bereits deutlich spüre, es oft schon unerträglich heiß sei, werde dies in manchen Gemeinden weitgehend verdrängt. Bürgermeister Wolfgang Oberlehner erklärt die Situation und beruhigt: „Wir werden vier neue Bäume pflanzen.“ Für die Installierung des Gehsteiges sei allerdings die Verlegung der Grünfläche notwendig und damit auch die Fällung der 35 Jahre alten Bäume. „Wir schauen auf die Natur und gleichzeitig auf die Sicherheit der Leute. Das ist eine gute Lösung“, ist der Ortschef überzeugt.

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