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Integrative Beschäftigung als großer Schritt in Richtung Normalität

Tips Logo  Anzeige, 10.08.2021 14:00

MICHAELNBACH/WALDKIRCHEN. Mario lebt seit zwölf Jahren am invita-Standort Moserhof der Caritas in Waldkirchen (Bezirk Schärding). Sechs Schlaganfälle haben das Leben des gelernten Maschinenschlossers in eine völlig andere Bahn gelenkt. Er ist seither auf Unterstützung angewiesen. Seit einem Jahr ist er seinem früheren Leben wieder ein gutes Stück näher und kann als Integrativ-Beschäftigter in einer Schlosserei in Michaelnbach mitarbeiten.

vordere Reihe v.l.: Silke Mayer, Mario und Caritas-Mitarbeiterin Franziska Greil, hintere Reihe v.l.: David, Oliver, Sigö-Chef Rene Manigattere, und Sigö-Mitarbeiter Fabian Keimelmaier (Foto: Caritas)

Eine geregelte Arbeit zu haben ist eine wichtige Säule im Leben. Wer jedoch durch eine Beeinträchtigung einen höheren Unterstützungsbedarf hat, findet meist schwer einen Platz am regulären Arbeitsmarkt.

Als Mario das erste Mal die Schlosserei Sigö betrat, fühlte er sich im familiären Betrieb sofort wohl. Rene Manigatterer gefiel zwar die Idee Menschen mit Beeinträchtigungen ins Team zu holen. Bedenken hatte er zuerst trotzdem. „Ich dachte, ich muss immer neben ihnen stehen und bei jedem Schritt dabei sein“, erzählt der Sigö-Chef. Nach den ersten Probetagen lösten sich alle Vorbehalte jedoch in Luft auf. „Es war das Gegenteil der Fall. Die Arbeiten, die ich ihnen übertragen habe, sind mit der Zeit immer mehr geworden.“  Einmal pro Woche kommen nun insgesamt drei Bewohner von Caritas-Standorten in die Schlosserei. Begleitet werden sie von Caritas-Mitarbeitern, die für die Qualitätssicherung sorgen. Für die gesamte Gruppe ist das ein Riesenschritt vorwärts.

Manigatterer könnte mit seinem neuen Team nicht zufriedener sein: „Ich bin froh, dass ich mich entschieden habe, Mario, Oliver und David in meinem Betrieb mitarbeiten zu lassen. Es ist schön zu sehen, mit wieviel Motivation und Freude sie in die Arbeit kommen.“ Auch für Mario und seine beiden Kollegen ist der Job in der Schlosserei sehr bedeutungsvoll. „Hier mache ich eine sinnvolle Tätigkeit mit Metall. In einem richtigen Betrieb beschäftigt zu sein, stärkt den Selbstwert sehr”, sagt Mario. „Für mich ist das ein Schritt in Richtung Normalität.”

Die Integrative Beschäftigung ermöglicht seit 2008 Menschen mit Beeinträchtigung, in Unternehmen zu arbeiten – ohne Angestelltenverhältnis. Als Vertragspartner fungiert die Caritas. Der oder die Beschäftigte wird von der Caritas auf die Aufgabe vorbereitet und dabei begleitet. „Durch die Integrative Beschäftigung können Menschen, die einen höheren Unterstützungsbedarf haben, dort arbeiten, wo ‚alle' arbeiten”, erzählt Caritas-Mitarbeiterin Silke Mayer, Koordinatorin der Integrativen Beschäftigung.

Nähere Informationen für Unternehmen, die Interesse an einer Integrativen Beschäftigung haben, gibt es bei Caritas-Mitarbeiterin Silke Mayer unter silke.mayer@caritas-linz.at oder 0676/8776 8883


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