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WAIZENKIRCHEN. Zur Freude aller Bücherwürmer verwandelte Künstler Rudolf „Poli“ Pointinger gemeinsam mit dem ortsansässigen Kulturverein „Geh Weida“ zwei ausrangierte Linzer Telefonzellen in kleine Freiluft-Bibliotheken.

Fred Leitner, Gemeindevorstand Harald Geissler (Die Grünen), Bürgermeister Fabian Grüneis (ÖVP), Künstler Rudolf „Poli“ Pointinger und Daniel Scholl (Die Grünen) vor der neuen Mitmach-Kunstinstallation in der Marktgemeinde (v. l.). (Foto: Akzentpunkte)

Heute nutzt die Telefonzellen kaum noch jemand, denn seit dem Zeitalter der Smartphones sind die großen Metallkästen obsolet geworden. Grund genug für den Waizenkirchner Künstler Poli Pointinger, um der veralteten Installation neues Leben einzuhauchen und damit gleichzeitig in literarische Welten einzutauchen. So hat der „Unabhängige und für alle Freunde von Musik und Literatur offene Kulturverein Geh Weida“ aus Waizenkirchen zwei aussotierte Telefonzellen aus dem Linzer Postlager in die Marktgemeinde geholt und diese von Pointinger „upcyceln“ lassen. Die Bu¨cherzellen sind damit nicht nur eine kleine Leihbibliothek, sondern auch ein begehbares Kunstwerk und bereichern den Marktplatz damit nicht nur im gestalterischen Sinn, sondern auch im intellektuellen.

Prädikat: Lesen mit Wert

Die Bücherzellen befinden sich gegenüber des Marktgemeindeamts. Die Installation wird vom Kulturverein bestückt und betreut. Eine solarbetriebene Innenbeleuchtung wurde ebenfalls montiert. Die Bücherzellen sind damit eine Art kleine niederschwellige Büchertauschbörse, eine Alternative zu Gemeindebibliotheken und Bücherbasaren. Sie stehen rund um die Uhr zur Verfügung und funktionieren nach einem einfachen und kostenfreien Prinzip: Bücher herausnehmen, lesen, zurückstellen. Frei nach dem Lesemotto des Kulturvereins: „Prädikat: Lesen mit Wert“.

Mitmachen

Unzählige Bücher verstauben Zuhause im Regal oder landen im Papiercontainer. Um dem entgegen zu wirken, ist jeder eingeladen sich am Bücheraustausch zu beteiligen – jedoch bitte nur mit intakten Büchern. „Der kostenlose Austausch von Büchern ist auf jeden Fall ein Mehrwert und ich bin sicher, dass das auch gut in der Bevölkerung ankommt. Auch das Gemeindeamt hat schon ein paar Bücher gespendet“, motiviert Ortschef Fabian Grüneis (ÖVP) zum Mitmachen.


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