Aktuelle Agrarthemen, Tipps für ein fittes und gutes Leben und Innviertler Gstanzl bei der Herbstkonferenz der Altbauerngemeinschaft Grieskirchen
GRIESKIRCHEN. Auf Einladung zur Herbstkonferenz vom Bezirksobmann der Altbauerngemeinschaft Rudi Wagner füllte sich der Saal im Gasthaus Mauernböck in Rottenbach mit mehr als 90 interessierten Altbauern.

Als Referenten konnten Bauernbund-Bezirksobmann Bgm. Martin Dammayr und Herr Andreas Walter, Sicherheitsberater der Sozialversicherung für Selbständige sowie zur musikalischen Umrahmung die „Kübelspeck-Dirndl“ aus dem Bezirk Ried/I., gewonnen werden.
Mit einem Fotorückblick präsentierte Bezirksobmann Rudi Wagner die interessanten und schönen Reisen der Altbauerngemeinschaft Grieskirchen im Jahr 2022. Die Exkursionen führten die Altbauerngemeinschaft zu einer Bio-Käserei nach Salzburg, in Kärnten ins Obstbaummuseum nach St. Paul im Lavanttal und auf eine Alm in Vorarlberg, wo sie von Andrea Schwarzmann - Bundesbäuerin a.D. - empfangen wurden. Ende Oktober hat die Altbauerngemeinschaft noch eine Exkursion in die Steiermark in das Gebiet rund um den Steirischen Bodensee ausgeschrieben.
„Wir sind froh, dass wir nach einer pandemiebedingten Pause von zwei Jahren unsere gute Gemeinschaft und die alten Freundschaften wieder pflegen können. Unser Vorstand bemüht sich die Exkursionen auf die Bedürfnisse und Interessen der Altbäuerinnen und Altbauern abzustimmen“, so Bezirksobmann Rudi Wagner.
Infos zum Entlastungspaket der Regierung
Bauernbund-Bezirksobmann Martin Dammayr informierte über die Entlastungspakete der Bundesregierung für die österreichischen Bürgerinnen und Bürger sowie die heimische Landwirtschaft.
„Mit Klima- und Antiteuerungsbonus läuft gerade die Auszahlung, mit der jeder Erwachsene 500 Euro (Kinder 250 Euro) als Sofortmaßnahme erhält. Die Senkung der Steuersätze bringen jedem Steuerzahler ob aktiv oder in Pension mehr „Netto vom Bruttoentgelt.“ In der Landwirtschaft wird es eine Rückvergütung der CO2 Bepreisung sowie flächenbezogene Zahlungen für die Versorgungssicherheit mit österreichischen Lebensmitteln geben“, so Obmann Martin Dammayr.
„Ein wichtiger Schritt ist uns mit der Anhebung der Umsatzgrenzen gelungen, da die Teuerungen unsere Betriebe bei unverändertem Viehstand und Einkommen in die Buchhaltungspflicht getrieben hätten“, so Bezirksobmann Bgm. Martin Dammayr weiter.
Kein Verständnis hat Bezirksobmann Martin Dammayr mit einer geplanten EU-Verordnung durch die EU-Kommission, die eine Einschränkung der Nutzung von Biomasse aus unseren Wäldern vorsehen würde.
„Ohne der aktiven, sinnvollen Nutzung der Holz-Biomasse, wird die Reduktion der CO2 Ziele und der Ausstieg von Gas und Öl nicht gelingen. Österreichs Bauern betreiben eine nachhaltige Waldbewirtschaftung, die sich auch im jährlichen Zuwachs der Waldfläche in Österreich widerspiegelt“, so Martin Dammayr weiter.
Verletzungen, Unfälle oder auch Todesfälle bei der Arbeit auf unseren Höfen, ließen sich nach Andreas Walter, Gesundheitsberater der Sozialversicherungsanstalt (SVS), mit manchmal kleinen Sicherheitsvorkehrungen vermeiden. Vor allem auf die Sicherheit von Kindern, die oft mithelfen wollen und sich im Hof- und Arbeitsbereich aufhalten, muss besonders Acht gegeben werden.
Gesund und fit in der zweiten Lebenshälfte
Ein weiteres Thema war die Fitness von Körper und Geist in der zweiten Lebenshälfte. Mit praktischen Übungen wurden die Hinweise und Tipps der Präsentation unmittelbar in die Tat umgesetzt.
„Dehnen, Aufrichten, weniger Sitzen und in Bewegung bleiben, sowie Lesen und Kartenspielen und Freundschaften pflegen, hält Körper und Geist fit“, so Andreas Walter.
„Der Hinweis, dass wir ab dem 30-igsten Lebensjahr, alle zehn Jahren etwa vier Kilogramm Muskelmasse verlieren und sehr oft die Gewichtsanzeige der Waage im besten Falle unverändert bleibt, sollte uns animieren mehr in Bewegung und dem Alter angepassten Sport zu investieren“, so der Gesundheitsberater weiter.


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