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GRIESKIRCHEN. Rund 170 Personen haben im Klinikum in Grieskirchen am ganztägigen Streik der oberösterreichischen Ordensspitäler teilgenommen. Anlass für die Arbeitsniederlegung sind die stockenden Kollektivvertragsverhandlungen.

Streikende vor dem Klinikum in Grieskirchen. (Foto: Tips)
Streikende vor dem Klinikum in Grieskirchen. (Foto: Tips)

Die Gewerkschaft fordert für die Beschäftigten im nicht ärztlichen Bereich eine Erhöhung der Gehälter im Ausmaß der Inflation sowie eine Reduktion der Arbeitszeit auf 35 Stunden bis zum Jahr 2030. Die Arbeitgeber bieten eine Erhöhung von 3,3 Prozent, allerdings erst ab 1. Juli und nicht rückwirkend ab Jahresbeginn. Für das erste Halbjahr gäbe es demnach keine Erhöhung. Die wöchentliche Arbeitszeit sollte wie bisher bei 40 Stunden bleiben.

„Streik ist immer nur das letzte Mittel. Die Beschäftigten haben keine andere Möglichkeit mehr gesehen, um auf ihre Anliegen aufmerksam zu machen“, sagt Brigitte Huber-Reiter, Betriebsratsvorsitzende des Klinikums in Grieskirchen. Am Streiktag sei ein großer Zusammenhalt und eine große Einigkeit spürbar gewesen. „Viele Beschäftigte kamen auch an ihrem freien Tag, um ihre Solidarität zu zeigen. Wesentlich mehr als die Anwesenden waren streikbereit, jedoch musste die Versorgung der Patienten gewährleistet werden“, betont Huber-Reiter.

Am Standort Grieskirchen sind rund 600 Personen im nicht ärztlichen Bereich beschäftigt. Laut Gewerkschaft vida haben oberösterreichweit 2.000 von 4.000 Personen, die an diesem Tag Dienst hatten, am Streik teilgenommen. Die Arbeitgeber sprechen von rund sechs Prozent, wobei nicht gesagt werden könne, wie viele Beschäftigte in ihrer Freizeit teilgenommen hätten. Die Versorgung von Notfällen sowie der stationären Patienten sei sichergestellt gewesen.

„Die Beschäftigten machen ihre Arbeit gerne und möchten diese noch länger ausüben können. Dafür braucht es aber bessere Arbeitsbedingungen. Die Reduktion der Wochenarbeitszeit bringt mehr Erholungsphasen, die dringend notwendig sind“, erklärt Huber-Reiter.

„Es ist wichtig, dass die Beschäftigten in den Spitälern ein starkes Zeichen setzen, um diese Ungerechtigkeiten endlich zu beseitigen. Die Branche ist notorisch unterbezahlt, und es ist Zeit, dass die Beschäftigten den Respekt bekommen, den sie verdienen“, sagt Sandro Entholzer, Bezirksvorsitzender des ÖGB.

Die Kollektivvertragsverhandlungen sollen in den nächsten Tagen fortgesetzt werden.


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