LINZ (Update). Die Linzer Johannes Kepler Universität (JKU) erhöht zum Start des Sommersemesters die Preise für das Parken deutlich. Ab Freitag, 1. März, kostet ein Tagesticket 5,70 Euro statt bisher 3,70 Euro. Das entspricht einer Preissteigerung von rund 54 Prozent. Update: Statement Vizerektor zu Preisen und Klimaneutralität
Auch das Semesterparkticket wird teurer: Es steigt von 162,50 Euro auf 195 Euro, was einer Erhöhung von rund 20 Prozent entspricht. Kritik an dieser Maßnahme kommt von mehreren Fraktionen der Hochschülerschaft.
Klimaneutralität als Grund
Mit den erhöhten Preisen will die Universität einen Lenkungseffekt erzielen. Ziel ist es, dass mehr Mitarbeiter und Studierende mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Fahrrad zum Campus kommen. Bis zum Jahr 2030 möchte die JKU klimaneutral sein.
Staffelung für Mitarbeiter
Für Mitarbeiter gebe es eine soziale Staffelung, erklärt Vizerektor Alexander Freinschlager im Gespräch mit Tips. So seien etwa Zuschüsse für die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln vorgesehen. Trotz der Preissteigerung sei der Betrieb des Parkplatzes weiterhin nicht kostendeckend, betont Freinschlager.
„Für viele schlicht nicht tragbar“
„Diese Preissteigerungen sind für viele Studierende schlicht nicht tragbar“, so Lilli Huber, Obfrau der AG-Uniteich. „Gerade die Vielzahl an Studierenden, die außerhalb von Linz wohnen, berufstätig sind oder keine realistische Anbindung an den öffentlichen Verkehr haben, werden hier massiv benachteiligt.“
Die AG-Uniteich kündigt an, das Thema aktiv in die zuständigen Gremien einzubringen und sich weiterhin entschieden für die Interessen der Studierenden einzusetzen.
Auch Junos kritisieren
Auch die Fraktion Junos äußert deutliche Kritik: „Mit den aktuellen Preiserhöhungen beim Parken an der JKU werden Studierende erneut stark belastet. Gerade für Studierende, die aus dem Umland pendeln und auf das Auto angewiesen sind, bedeuten diese Erhöhungen eine spürbare Mehrbelastung im Studienalltag“, sagt Isabell Maurer, Hochschulmandatarin der Junos an der JKU.
„Unser Zugang ist klar: Mobilitätspolitik an der Universität darf nicht über bloße Preissteigerungen funktionieren. Statt Studierende zur Kasse zu bitten, braucht es durchdachte, leistbare und nachhaltige Mobilitätslösungen, transparente Entscheidungsprozesse und eine stärkere Einbindung der Studierendenvertretung“, so Maurer weiter.
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