Bahnhof Vöcklabruck: Bankomat-Aus sorgt für Wirbel – über 200 Unterschriften in fünf Tagen gesammelt
VÖCKLABRUCK. Wer am Bahnhof Vöcklabruck Bargeld braucht, schaut derzeit gegen die Wand. Der Abbau des Geldautomaten sorgt für riesigen Wirbel und eine kleine Protestwelle.

Der Bankomat am Bahnhof Vöcklabruck ist verschwunden – und mit ihm für viele ein Stück Selbstverständlichkeit im Alltag. Pendler, Reisende, ältere Bürger und Betriebe im Bahnhofsbereich reagieren mit Unverständnis. Seit der Entfernung häufen sich Beschwerden.
Kritik aus der Bevölkerung
Innerhalb von nur fünf Tagen wurden mehr als 200 Unterschriften gesammelt. Die Liste wächst weiter. Für viele ist die Bargeldversorgung Teil der Grundinfrastruktur eines stark frequentierten Verkehrsknotenpunkts. Besonders ältere Menschen und Berufspendler seien darauf angewiesen.
Die Initiatoren betonen, parteiunabhängig zu handeln. Es gehe nicht um Politik, sondern um Verantwortung gegenüber jenen, die täglich mit den Folgen konfrontiert sind.
Vor Ort werde inzwischen intensives Konfliktmanagement betrieben, weil sich viele direkt an die dort Arbeitenden wenden.
Betreiber kündigte Mietvertrag
Auf Tps-Anfrage teilten die ÖBB mit, dass der Betreiber des Bankomaten aus wirtschaftlichen Gründen um eine einvernehmliche Auflösung des Mietvertrages für Gerät und Serviceraum ersucht habe. Man habe angekündigt, das Anliegen zu prüfen.
Am darauffolgenden Tag sei der Bankomat jedoch bereits ohne vorherige Rücksprache entfernt worden. Grundsätzlich bestehe seitens der ÖBB Interesse an Serviceangeboten an stark frequentierten Standorten. Ob und in welcher Form es künftig wieder einen Bankomaten am Bahnhof geben wird, hänge vom jeweiligen Anbieter ab.
Wie es weitergeht, ist derzeit unklar. Viele Betroffene hoffen nun auf eine rasche Lösung und die Rückkehr eines Geldautomaten durch einen neuen Betreiber.

