Die Kirche präsentiert ihren Zukunftsweg - so reagiert Pfarrer Johann Gmeiner
BEZIRK GRIESKIRCHEN/EFERDING. Das Netz der katholischen Kirche bleibt erhalten, doch die Struktur soll sich ändern, heißt es in einem Grundlagenpapier, das die Kirchenverantwortlichen in Wels präsentierten.

Es werden keine Pfarren zusammengelegt, jedoch ändert sich der Name in Pfarrgemeinden. Jede verfügt über eine eigenständige Vermögensverwaltung und Selbstständigkeit. Geleitet werden sie von Seelsorgeteams, denen Priester, hauptamtliche Seelsorger sowie ehrenamtlich Engagierte angehören. „Es wird jede Pfarrgemeinde einen Seelsorger haben. Aber dieser muss nicht mit Verwaltungsaufgaben zugedeckt sein. Es sollen sich viele Priester ganz auf die Seelsorge konzentrieren können und ganz nah bei den Menschen sein“, sagt Bischof Manfred Scheuer.
Priester sollen Priester sein
Aus den bisherigen 39 Dekanaten werden 35 Pfarren gebildet, denen durchschnittlich 14 Pfarrgemeinden angehören. Diese Pfarren werden von einem Pfarrvorstand geleitet, der sich aus dem Pfarrer als Gesamtleiter und zwei Vorständen für pastorale und wirtschaftliche Angelegenheiten zusammensetzt. Der Sinn sei laut den Kirchenvertretern: Priester sollen in erster Linie Priester sein und nicht gleichzeitig alles verwalten müssen, wenn sie nicht bereit dafür oder auch wegen des Alters nicht mehr imstande sind.
Strukturen werden zur Kenntnis genommen
Pfarrer Johann Gmeiner aus Grieskirchen meint zur Thematik, dass man die Strukturänderung natürlich zur Kenntnis nehme. „Die Menschen, die jeden Sonntag kommen, werden weniger, darauf muss man reagieren. Im Gefolge wird auch der Priesternachwuchs nicht mehr. Jetzt denkt man eben daran, einen strukturellen Rahmen zu schaffen, der die Organisation an die Situation anpasst.“


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