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EFERDING/GRIESKIRCHEN. Nachdem die Zahl der Kirchenaustritte – auch aufgrund der pandemiebedingt eingeschränkten Kommunikation mit den staatlichen Behörden – 2020 leicht gesunken war, sind sie heuer wieder deutlich angestiegen.

In den beiden Bezirken Eferding und Grieskirchen gibt es rund 70.000 Katholiken. (Foto: muratart/Shutterstock.com)

In den Bezirken Eferding und Grieskirchen gibt es mit Stichtag 1. Jänner 2022 insgesamt 70.883 Katholiken. Vor einem Jahr waren es noch 71.619 Personen. „Das Jahr 2021 hat nicht nur die Katholische Kirche in Oberösterreich herausgefordert, sondern war durch die Pandemie eine Herausforderung für alle Menschen“, meint Bischofsvikar Wilhelm Vieböck. Das Beziehungsgeflecht sei laut dem Stellvertreter des Diö­zesanbischofs offensichtlich dünner geworden. Schuld daran seien die Einschränkungen der sozialen Kontakte in Zeiten von Lockdowns und Home-Office sowie regulierte Verhaltensmaßnahmen. Sie sollen Auswirkungen auf Beziehungen innerhalb der Familie, im Freundeskreis und auch in Bezug auf Institutionen wie die Kirche haben. Aber nicht alles an Beziehungsarbeit kann laut Vieböck in nachgehender Seelsorge oder über den digitalen Raum geschafft werden, auch wenn es in den letzten beiden Jahren viele Initiativen in dieser Hinsicht gab.

Mehr Austritte als 2020

Im Laufe der letzten zwölf Monate traten aus der Katholischen Kirche in beiden Bezirken insgesamt 766 Personen aus. Im Vergleich dazu wendeten sich 588 Personen im Jahr 2020 von der Katholischen Kirche ab. 2021 traten im Einzugsgebiet der Kirchenbeitrag-Beratungsstelle Eferding und Grieskirchen 44 Personen wieder in die Kirche ein – drei Personen weniger als 2020.


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