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GRIESKIRCHEN. Das Krankenhaus Grieskirchen hat mit der Kinder- und Jugendpsychiatrie eine neue Station, deren Eröffnung vergangene Woche coronabedingt nachgeholt wurde.

  1 / 2   Die neue Kinder- und Jugendpsychiatrie leitet Primar Adrian Kamper, der von einer starken Zunahme an Anfragen spricht. (Foto: Klinikum Wels-Grieskirchen)

Weil psychische Beschwerden bei Kindern und Jugendlichen zuletzt stark zugenommen haben, wurde am Klinikum-Standort Grieskirchen eine neue Abteilung für Kinder- und Jugendpsychiatrie (KJP)mit zwölf stationären und fünf Tagesklinik-Behandlungsplätzen eingerichtet. Den Standort habe man laut Gesundheits-Landesrätin Christine Haberlander bewusst gewählt, um die Versorgung in den ländlichen Regionen sicherzustellen.

Zehn bis 15 Anfragen pro Woche

Adrian Kamper, der die neue Abteilung leitet, spricht von zehn bis 15 Anfragen nach stationärer Behandlung pro Woche. Die Symptome unterscheiden sich laut Primar durchaus von jenen vor der Pandemie. So seien mittlerweile mehr Mischbilder der Symptome sichtbar, erklärt Kamper. Dieser weist auch darauf hin, dass eine fünf- bis zehnfache pandemiebedingte Zunahme bei Depressionen und Angststörungen zu beobachten gewesen sei. „Bei manchen war bereits zuvor eine psychische Instabilität vorhanden. Diese konnte gerade noch kompensiert werden – durch Alltag, Strukturen, eigene Hobbys und sinnvolle Beschäftigungen. Pandemiebedingter Verlust von Struktur, direktem Kontakt mit Gleichaltrigen sowie ständige mediale Überfrachtung mit angstbesetzten Inhalten führten in vielen Fällen zu psychischer Destabilisierung“, erklärt der Arzt.

Haberlander möchte Schulen offen lassen

Diese Entwicklungen seien durch die Pandemie beschleunigt worden, stellte auch Landeshauptmann-Stellvertreterin Christine Haberlander klar, die die Schulen im Herbst auf jeden Fall offen lassen möchte, wie die 40-Jährige betonte.


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