„Manchmal genügt ein Lachen, um zu wissen, dass man richtig ist“
NEUKIRCHEN. Seit fast 20 Jahren begleitet Karl-Heinz Fuchs aus Neukirchen am Walde beim Caritas-Angebot „invita“ Menschen mit psychosozialen Problemen. Für den gelernten Uhrmacher steht fest: „Ich kann und will nichts mehr anderes machen.“ Ihm gefällt es, dass sich alle Mitarbeiter bei der Arbeit persönlich einbringen können - diese persönliche Seite heißt bei ihm Willi, hat vier Pfoten und bereichert das Leben der Bewohner seit neun Jahren.

Als der gebürtige Mettmacher Karl-Heinz Fuchs in jungen Jahren den Zivildienst im Rieder Altersheim antrat, dachte er noch: „Das halte ich nie aus.“ Doch nach zwei Wochen war für ihn klar: „Das ist meins. Ich möchte weiterhin mit Menschen arbeiten. Das ist abwechslungsreich, macht Spaß und Sinn und ist auch persönlich bereichernd.“ Er absolvierte die Ausbildung Fachsozialbetreuung Altenarbeit und arbeitete ein paar Jahre im Altersheim. Dann lernte er die psychosoziale Betreuungsarbeit kennen und war sofort von dem spannenden Aufgabengebiet begeistert: „Parallel zur Arbeit machte ich deshalb die Ausbildung zum Diplom-Behindertenbetreuer.“
„War von der Arbeitsweise mit den Menschen begeistert“
2003 begann Karl-Heinz Fuchs am Moserhof, einem Standort des Caritas-Angebots invita. „Ich war von der Arbeitsweise mit den Menschen und den Möglichkeiten am Hof sofort begeistert: Dass man gemeinsam etwas bewegt, individuell auf die Bewohner eingeht und sich selbst mit Ideen einbringen kann. Mit gefällt es, selbständig zu arbeiten und auch Entscheidungsfreiheiten zu haben.“
„Macht es spannend“
Die Arbeit im multiprofessionellen Team ist nicht nur für die Bewohner, sondern auch für ihn persönlich bereichernd: „Wir pflegen einen wertschätzenden und respektvollen Umgang miteinander. Dass wir verschiedene Charaktere sind, macht es spannend. Regelmäßig finden auch Supervisionen statt, die zur guten Arbeitsatmosphäre beitragen.“ Mitarbeiter aus diversen Sparten der Sozialbetreuungsberufe, wie Altenarbeit, Behindertenbegleitung und Behindertenarbeit, arbeiten hier zusammen mit diplomierten Krankenpflegekräften und Pflegeassistenten.
Zog auch privat nach Neumarkt
Als vor 12 Jahren das Caritas-Angebot invita in Neukirchen ein neues Wohnangebot eröffnete, zog er mit und ist seither nicht nur beruflich, sondern auch privat in der Gemeinde beheimatet. Karl-Heinz Fuchs ist gemeinsam mit seinen Kollegen für die 14 Bewohner in den drei Häusern in Neukirchen bzw. Eschenau zuständig. Außerdem begleitet das Team vier Personen, die im eigenen Zuhause wohnen.
Wie eine große Familie
Karl-Heinz Fuchs Arbeitsalltag erinnert an das Zusammenleben in einer großen Familie - mit Menschen, die zusätzlich Unterstützung brauchen und wo viel geplant werden muss, damit der Alltag funktioniert: „Dazu gehört Kochen genauso wie Zimmerdienst und die Fahrt zum Altstoffsammelzentrum. Wir begleiten in der Freizeit, machen Ausflüge, besuchen Konzerte oder Fußballspiele. Heuer haben wir nach zwei Jahren Pause auch endlich wieder gemeinsam Urlaub machen können.“
Labrador Willi begeistert die Bewohner
Oft mit von der Partie ist auch Willi, der Hund von Karl-Heinz Fuchs. Fast alle Bewohner sind begeisterte Fans des freundlichen Labradors und freuen sich sehr, wenn sie Willi streicheln und ihm den Ball werfen können. Karl-Heinz Fuchs kann sich eine andere Arbeit gar nicht mehr vorstellen: „Auch wenn es manchmal Situationen gibt, die einen auch persönlich fordern, bekommt man viel von den Bewohner zurück. Da genügt manchmal ein Lachen und man weiß, dass man richtig im Leben ist.“


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