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WALLERN. Die Spielgemeinschaft SV Zaunergroup Wallern hat Mitte Februar mit behördlich abgestimmten Individualtrainings am Wallerner Sportplatz begonnen. Doch statt besserer Kondition für die Spieler hagelte es Kritik, Vorwürfe und Missgunst von anderen Vereinen aus der OÖ-Liga. Die Wallerner stellten den Trainingsbetrieb mit sofortiger Wirkung wieder ein.

Der Fußball muss in Wallern weiter ruhen. Foto: topseller/shutterstock.com/Symbolbild
Der Fußball muss in Wallern weiter ruhen. Foto: topseller/shutterstock.com/Symbolbild

Man hätte alles mit der Behörde abgestimmt und alle Corona-Maßnahmen eingehalten, heißt es vom SV Wallern in einem Posting auf dem sozialen Online-Netzwerk Facebook. Das hieß konkret: Zwei Personen aus zwei Haushalten trainierten gemeinsam, wobei jeder einen Bereich von 480 Quadratmeter zur Verfügung hatte. Es sei ein Gesundheitsbuch für alle teilnehmenden Personen geführt worden, es sei durchgängig eine FFP2-Maske, außer bei der Sportausübung selbst, getragen worden. Die Spieler hätten sich ausschließlich im Freien aufgehalten und es gab kein Verweilen auf der Sportstätte. Doch es hagelte heftige Kritik an den Methoden des SV Wallern - vor allem von anderen Vereinen aus der OÖ-Liga.

Neid und Missgunst

„Es ist traurig, dass in einer Zeit, wo Zusammenhalt vor allem im Sport eigentlich groß geschrieben werden sollte, Neid und Missgunst vorherrschen. Von anderen Klubs aus der OÖ-Liga wurden Proteste, Beschwerden und Vorwürfe der Wettbewerbsverzerrung bei den Behörden vorgetragen. Ein Absurdum, da ja nichts anderes passiert ist als auf einer öffentlichen Grünfläche, auf der sich zwei Personen aus zwei Haushalten zur gemeinsamen Bewegung im Freien treffen, was laut Covid-Verordnung zulässig ist“, so der sportliche Leiter des SV Wallern Albert Huspek.

Sofortiger Trainingsabbruch

Als Reaktion auf diese negativen Stimmen anderer Klubs und um keinerlei Diskussion über Auslegungsspielräume der Gesetzeslage mehr zuzulassen, hat sich die SPG Wallern nun zum sofortigen Abbruch des Trainingsbetriebs entschieden. Andere Vereine, die diese Art des Trainings bereits seit mehreren Wochen durchführen, es jedoch nicht so öffentlich und proaktiv wie der SVW kommuniziert haben, würden laut Huspek ihren Trainingsbetrieb aktuell noch weiter aufrecht halten. Das Ziel des SV Wallern sei es stets gewesen, Bewegung für seine Mitglieder zu ermöglichen, da der Vereinssport gerade in Zeiten einer Pandemie einen gesundheitlichen sowie psychologischen Mehrwert für die Gesellschaft bieten sollte.


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